Darmštates
      iniciatīva Liepājai











 


September 2005:
Übergabe der beiden Waschmaschinen mit Trockner an das Behinderteninternat in der Klaipedas iela

 


November 2003:
Waltraut von Tiesenhausen übergibt die neuen Duschen an das Altenheim.

 

 

 

 

Wir danken diesen Zeitungen für ihre Unterstützung:
Kurzemes Vards
Baltische Rundschau
Darmstädter Echo
Frankfurter Rundschau
Frankfurter Allgemeine Z.
Arheilger Post

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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Unsere Initiative im Spiegelbild der Presse
Liepaja-Initiative spendet komplette Lehrküche
An vorbildliche Schule am Rande eines Problemgebietes

In Darmstadts Schwesterstadt Liepaja liegt am Rande des alten Kriegshafens „Karosta“ aus der Zarenzeit die vorbildliche 15. Mittelschule, was etwa einer deutschen Gesamtschule entspricht.

Die Schule bemüht sich sehr um die Einbeziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder. Im September 2010 konnten sich 22 Mitglieder und Freunde des Vereins vor Ort in Liepaja von der guten Arbeit überzeugen. Die „Darmstädter Initiative für Liepaja“ hat diese Schule seit vier Jahren in ihrem Hilfsprogramm. Jetzt wurde rechtzeitig zu Beginn des neuen lettischen Schuljahres, das traditionell am 1. September beginnt, eine komplette Lehrküche gespendet und installiert. „Unser Tischlermeister hat seine Arbeit beendet, die Möbel sind aufgestellt und die Haushaltstechnik wurde eingebaut. Das Ergebnis ist wunderbar,“ mit diesen begeisterten Worten dankte Schuldirektor Gints Ročāns für die Spende. Die Vorsitzende der Initiative resümiert: „Es war für uns eine große Freude, dass wir die Spendengelder unserer Mitglieder und Sponsoren in Höhe von 6.773,00 Euro so gut anlegen konnten. Wir danken auch dem Lions Club Castrum mit Werner Kahrhof für die Beteiligung am Projekt Lehrküche.“ Bereits im November 2010 wurden die hochwertigen Küchengeräte nach Liepaja geliefert. „Dank dem Wixhäuser Elektrogeschäft Weber konnten wir die Geräte günstig bekommen, unser Dank gilt Friedrich Weber für seine Unterstützung und der speditionsgerechten Verpackung,“ sagt Klaus Wieland, der die Geschäftsstelle des Vereins organisiert.

Vor wenigen Tagen war Schuldirektor Gints Ročāns Gast der Initiative, anlässlich des Europäischen Freiwilligentages in Darmstadt. „Wir haben als neues Projekt Musikinstrumente für behinderte Kinder ins Auge gefasst,“ berichtet Dagmar Metzger. Der Vorstand hat mit Gints Rocans und den beiden ebenfalls mitgereisten Leiterinnen des Waisenhauses in Liepaja alte Freundschaften erneuert und neue geschlossen. „Es macht Freude, in Liepaja zu helfen, die Menschen haben viel zu lange unter der kommunistischen Mangelwirtschaft gelitten,“ so Metzger und Wieland. Spenden werden gegen steuerabzugsfähige Quittung gern angenommen: Konto 641 200, Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.

August/September 2011

Stabwechsel an der Spitze der Liepaja-Initiative
Dagmar Metzger löst Walter Schmidt ab

Aus gesundheitlichen Gründen gab Walter Schmidt den Vorsitz der Darmstädter Initiative für Liepaja ab. Er hatte fast sieben Jahre lang den primär für Schulprojekte in der lettischen Schwesterstadt zuständigen sozialen Hilfeverein als feste Größe in Liepaja etabliert und ausgebaut. Unter seiner Leitung erfolgten viele Umbauten in einem Behinderteninternat, einer Behindertentagesstätte, einem Waisenhaus und zuletzt einer pädagogisch fortschrittlichen Schule am Rande des Problemgebietes „Karosta“ (Kriegshafen).  Waltraut von Tiesenhausen („Mutter der Städtepartnerschaft“), sprach Walter Schmidt den Dank des Vorstandes aus.

Ihm folgt die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Dagmar Metzger mit einstimmigem Votum.  Als langjähriges Mitglied der Initiative wird sie die Arbeit mit gewohntem Elan fortsetzen. Das Hauptaugenmerk liegt zur Zeit auf dem Bau einer Lehrküche in der 15. Mittelschule – hier Gymnasium. Der Vorstand konnte von der Lieferung von zwei hochwertigen Herden mit Kochfeldern inklusive einer Spülmaschine berichten. 2010 unterstützte man zudem das Waisenhaus mit Kinderrollstühlen und einer großen Tiefkühltruhe. Für neuwertige Kleidungsstücke wurden die Transportkosten übernommen und das Behinderteninternat konnte Medikamente und Brillen kaufen. Großen Nachklang fand in der Jahreshauptversammlung die Gruppenreise  vom September 2010 mit 23 Mitgliedern und Freunden der Initiative. In vier Tagen konnte man sehr viel über Land und Leute erfahren. Fast alle bisherigen Projekte seit der Gründung im Jahr 1996 konnten besucht werden. Für die zeitaufwändige Reiseorganisation dankte die Versammlung Klaus Wieland. 

Die neue Vorsitzende Dagmar Metzger und der 2. Vorsitzende Klaus Wieland, der die Geschäftsstelle führt, verstehen den Vorstand als Team, dem als Schatzmeisterin die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner und die gebürtige Liepajanerin Imanta Molter angehört. Die kooptierten Mitglieder Waltraut von Tiesenhausen, Dr. Hans Joachim Landzettel, Gerd Grünewaldt und Horst Adalbert Härter ergänzen gemeinsam mit Walter Schmidt den Vorstand. Die Darmstädter Initiative für Liepaja im Internet: www.initiative-liepaja.de. Spendenkonto: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.

März 2011

Menschen und Hilfsprojekte in Riga und Liepaja
Erfolgreiche Gruppenreise der Darmstädter Initiative

Nach 2004 und 2008 war es die dritte Gruppenreise der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“ nach Lettland. Auch diesmal waren wieder einige zum ersten Mal im Baltikum und Darmstadts Schwesterstadt Liepaja. Die Reise begann mit dem Schloss Rundale,  einem Ensemble mit wunderschönen Barock- und Rokokobauten in einer Parklandschaft, die Ihresgleichen sucht. Das Herrenhaus Mezotne rundete das kulturelle Bild südlich der Landeshauptstadt Riga ab. Unter die Haut ging ein Orgelkonzert im Rigaer Dom mit Sonora Vaice, einer Sängerin, die in den Opernhäusern der Welt aufgetreten ist. Die heimliche Hauptstadt des Baltikums Riga, zeigte sich von der besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein führte die hervorragende Stadtführerin Santa Sterna die Gruppe durch die Altstadt und zu den Zentren des Jugendstils. Über 800 Häuser lassen die Schönheiten dieser Epoche erleben. Bei Hermann Bünz, dem Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, konnte die Gruppe vieles über die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme der Menschen in Lettland erfahren. Sein geschliffener Vortrag wird in Erinnerung bleiben.

Abseits der Hauptroute machte man sich auf den Weg in die Schwesterstadt Liepaja. Zuvor konnte man an Rigas wiedererstandenem Seebad Jurmala Meeresluft schnuppern. Durch dichte Wälder gelangte die Gruppe an einen Ort, der im Guinnessbuch der Rekorde steht:  Das Dorf Sabile mit dem nördlichsten Weinberg der Welt. Natürlich gehörte eine kleine Weinprobe zum Reiseprogramm. In der kurländischen Kleinstadt Kuldiga bewunderte man den mit 275 Metern breitesten Wasserfall Europas, bevor man in Liepaja eintraf. Der Vorsitzende der
Initiative Walter Schmidt, stellte in einer ersten lockeren Gesprächsrunde den Darmstädter Schuldezernenten Stadtrat Dr. Dierk Molter vor. Damit konnte sich Dr. Molter über die vergangenen und künftigen Schulprojekte, die durch die Initiative gefördert werden, informieren. Liepajas Sozialamtsleiterin Iveta Puke dankte der Gruppe für die Lieferung der neuen Shirts und Anoraks. In seiner Eigenschaft als Krankenhausdezernent besuchte Dr. Molter zudem das Regionalkrankenhaus Liepaja, mit dem das Darmstädter Klinikum Austauschkontakte begonnen hat. Chefarzt Dr. Ivars Krastins stellte sehr offen die Probleme in Liepaja dar. Mit dabei waren auch die „alten“ Liepaja-Fachleute, das Ehepaar Dr. Inge und Dr. Hans Joachim Landzettel.

Vorbildliche 15. Mittelschule (Gymnasium)

Die 15. Mittelschule liegt in Liepaja am Rande des Problemgebietes Karosta (Kriegshafen). Bisher hat die Initiative hier Montessori-Material und den Gymnastikraum mitfinanziert. Jetzt bereitet man gemeinsam eine Lehrküche vor, an der sich finanziell der Lions Club Castrum beteiligt. Schuldirektor Gints Rocans hat dafür klare Vorstellungen, die man gemeinsam in den nächsten Wochen umsetzen will. Die Schule ließ es sich nicht nehmen, den Besucher/innen aus Darmstadt ein reichhaltiges Programm mit Ballett und die Siegerin eines landesweiten Lesewettbewerbes in deutscher Sprache vorzuführen. Der Besuch hinterließ einen nachhaltigen Eindruck, der sich auch bei der Visite des Behinderteninternates fortsetzte. Der dortige Direktor Atis Brikmanis und die Initiative sind inzwischen alte Freunde. Walter Schmidt übergab 500,00 Euro Spende für Brillen und Medikamente für die Kinder aus meist sehr armen Elternhäusern. Am Abschlussabend dankte Stadtrat Dr. Molter für die gute Aufnahme in Liepaja. Der Dank galt auch Ligita Pudza vom Liepajaner Städteverschwisterungsbüro für ihre Organisationshilfen, ohne die diese erfolgreiche Reise nicht möglich gewesen wäre.

(September 2010)

Liepaja-Initiative mit neuer Schatzmeisterin
Hauptversammlung mit laufenden und neuen Projekten
„ 2009 war für uns ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr,“ betonte der Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“, Walter Schmidt. Höhepunkt war das Chorkonzert „Singen für Europa“ im Mai. Eine Selbsthilfegruppe war in Darmstadt und hat sich verschiedene Projekte in Darmstadt und Umgebung angesehen. „Wir wurden überall mit offenen Armen empfangen und die Mütter behinderter Kinder erzählen mir auch heute noch, wie sie von dem Besuch profitieren konnten,“ so Klaus Wieland, der die Geschäfte des Vereins führt. Eine Reise des Vorstandes brachte Klarheit für eine Spende über 7.300 Euro für einen behindertengerechten Sportraum in der 15. Mittelschule (Gymnasium). Neben vielfältigen kleinen Spenden gelang es, mehrere Paletten Körperpflegemittel zur Budget-Entlastung an das Waisenhaus in Liepaja zu liefern. 2010 werden die Hilfen fortgesetzt.

Wegen der zeit- und arbeitsintensiven ehrenamtlicher Tätigkeit für den „Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder“ hat der bisherige Schatzmeister Gerd Grünewaldt nicht mehr kandidiert. Walter Schmidt: „Gerd Grünewaldt hat  in seiner sachlichen und ruhigen Art viel für den Erfolg der Initiative auf allen Ebenen beigetragen.“ Als kooptiertes Vorstandsmitglied wird er weiter zur Verfügung stehen. Als Nachfolgerin wurde die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner gewählt. Klaus Wieland: „Damit wurde Kontinuität gewahrt, denn bekannte Vorstandsmitglieder sind für Spendeneingänge in unserem Netzwerk wichtig.“

Einen breiten Raum nahm im Bericht die katastrophale Wirtschafts- und Finanzsituation Lettlands ein. Die Initiative spürt die Krise beim Verlust der Referentin für internationale Zusammenarbeit bei der Stadt Liepaja, Gunta Dejus. Man hat sie trotz vielfältiger Kenntnisse und sehr guter Arbeit entlassen. Bei der Krankenversorgung sieht es besonders schlimm aus. Oft werden nur noch Notoperationen durchgeführt. Das Regionalkrankenhaus Liepaja hat Entlassungen vorgenommen.  Ganz übel sind die alten Leute in Lettland dran. Mit Rentenkürzungen hat man vielen Menschen die Lebensgrundlagen entzogen. Im September 2010 plant die Initiative wieder eine Gruppenreise, bei der es auch um die „neue Armut“ in Lettland gehen wird. Weiter hofft man, dass in diesem Jahr das Lehrpersonal der 15. Mittelschule zum Volontieren nach Darmstadt kommen kann, 2009 war das aus Kostengründen gescheitert.

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus vier Personen: Erster Vorsitzender ist der Stadtverordnete Walter Schmidt, zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer bleibt der ehemalige Stadtverordnete Klaus Wieland, Schriftführerin Imanta Molter und Schatzmeisterin ist die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner. Um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, hat die Jahreshauptversammlung einen kooptierten „Mitvorstand“ beschlossen. Dem gehören an: Die Gründerin der Städtepartnerschaft Waltraut von Tiesenhausen, der ehemalige Stadtkämmerer Gerd Grünewaldt, Kinderarzt Dr. Hans-Joachim Landzettel und der Stadtverordnete Horst A. Härter.

Spendenkonto: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50. Internet: www.initiative-liepaja.de

(Januar 2010)

Liepaja-Hilfen im Zeichen der Wirtschaftskatastrophe
Darmstädter Initiative unterstützt Schulen und Waisenhaus

Die „Darmstädter Initiative für Liepaja“ spricht von der Rückkehr der Armut in Lettland. „Die wirtschaftlichen Zustände im EU-Land Lettland sind nur wenigen Menschen bekannt,“ der Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“, Walter Schmidt, führt das auf die mangelhafte Berichterstattung in der regionalen Tagespresse zurück. „Darmstadts Schwesterstadt Liepaja mit seiner Industrie und Hafenanlagen wurde besonders hart getroffen,“ ergänzt Klaus Wieland, Geschäftsführer der Initiative: „Bei unseren Freundinnen und Freunden herrscht tiefe Depression. Die Gehälter wurden um 20 Prozent gekürzt, weitere Kürzungen stehen bevor. Seit Oktober müssen Angestellte der Stadtverwaltung 2 Tage Zwangsurlaub im Monat ohne Bezahlung nehmen. Altbewährten Kräften hat man die Kündigung ausgesprochen. Die Renten wurden gekürzt und viele sparen die Beiträge für die Krankenversicherung, in Krankenhäusern macht man fast nur noch Notoperationen.“ Die Lebensmittelpreise haben fast das Niveau von Deutschland, wissen Schmidt und Wieland. Ein Lehrer muss mit maximal 240 Euro im Monat auskommen. Nach 3 Monaten Arbeitslosigkeit sinkt das staatliche Einkommen weit unter das deutsche „Hartz IV“ und bereits nach 6 Monaten bekommt man ein kleines Notgeld, „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.“

Die Rückkehr der Armut 
Dabei stürzt die lettische Wirtschaft weiter ab. Lettland, Estland
und Litauen erleben weiterhin einen drastischen Einbruch ihrer Wirtschaftsleistung. 2009 sinkt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 

Der Direktor der 15. Mittelschule Liepaja, Gints Rocans (links) im Gespräch mit den Vertretern der Darmstädter Initiative für Liepaja: Horst A. Härter (Mitte) und dem Vorsitzenden Walter Schmidt.

allen drei baltischen Ländern zweistellig – in Litauen um 15,5 Prozent, in Estland um 13 Prozent und in Lettland um 18 Prozent. Die Länder hatten vor der Krise einen rasanten Aufschwung erlebt, getrieben durch den Bausektor und ausländische Investitionen. Auch 2010 wird mit einem Rückgang des BIP um weitere 5 Prozent gerechnet. Die Arbeitslosenquote soll sich im Baltikum bis 2010 im Vergleich zu 2008 verdreifachen und dann in Lettland 19 Prozent betragen.

„Die Situation ist mit der Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 vergleichbar: Dem Wirtschaftskreislauf wird massenhaft Kapital entzogen,“ so Walter Schmidt und Klaus Wieland. Hier bestimmen der Internationale Währungsfond (IWF), die EU und Schweden als Kreditgeber die Situation. Klaus Wieland: „Im deutschen Grundgesetz steht die Angleichung der Lebensverhältnisse, das muss auch für die EU gelten, statt dessen zwingt man Lettland zu einer Spar- und Deflationspolitik a la Brüning.“ (Heinrich Brüning war deutscher Reichskanzler in den Depressionsjahren 1930 – 1932).

Hilfen für 15. Mittelschule und Waisenhaus
„Im laufenden Jahr haben wir mit unseren bescheidenen Spendenmitteln einiges bewegen können.“ Walter Schmidt (Stadtverordneter) und Klaus Wieland (Stadtverordneter 1985-2006) beziehen damit den gesamten Vorstand ein: Stadtkämmerer a.D. Gerd Grünewaldt, die gebürtige Liepajanerin Imanta Molter, die Begründerin der Städtepartnerschaft Waltraut von Tiesenhausen, Kinderarzt Dr. Hans Joachim Landzettel und den Schulexperten und Stadtverordneten Horst A. Härter.
So konnte die 15. Mittelschule (Gymnasium mit Montessori-Material versorgt werden. Über 7.300 Euro flossen als Zuschuss für den Sportraum für behinderte Kinder in die gleiche Schule. Für diese Schule und das Behinderteninternat in Liepaja wurden Computer zur Verfügung gestellt. Leider scheiterte ein Lehreraustausch an den Finanzen der Stadt Liepaja.

„Am vergangenen Donnerstag konnten wir drei Paletten mit Körperpflegemitteln für das Waisenhaus in Liepaja verladen,“ damit ist der Initiative die Entlastung des Waisenhaus-Budgets rechtzeitig vor dem Winter gelungen. Aus dem Etat muss inklusive Mahlzeiten und Heizung alles bezahlt werden, was zu Engpässen bei der Essenversorgung der Kinder führte.

Die Darmstädter Initiative ist in diesen harten wirtschaftlichen Zeiten auf steuerabzugsfähige Spenden angewiesen. Konto: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50. Internet: www.initiative-liepaja.de.

(November 2009)

Paldies – Grazie – Danke für ein wunderbares Konzert
"Singen für Europa" in der Orangerie

Anlässlich des Europatages veranstaltete die "Darmstädter Initiative für Liepaja e.V." in Zusammenarbeit mit dem der Stadt Darmstadt am Samstagabend, 9. Mai in der Orangerie ein Chorkonzert der besonderen Art. Eingeladen waren der Kinderchor des Konservatoriums aus der italienischen Partnerstadt Brescia (Leitung: Silvio Baracco) und der Jugend-Kammerchor Intis aus der lettischen Schwesterstadt Liepaja (Leitung: Ilze Valce). Die Stadt Darmstadt selber wurde durch den Jugendchor und JustAmaSing aus Darmstadt-Wixhausen vertreten, die beide dem Förderkreis für Kinder- und Jugendchorgesang Wixhausen e.V. angehören und unter der Leitung von Alexander Franz stehen.

Bereits bei der Generalprobe der einzelnen Chöre war zu erkennen, mit wie viel Engagement und Freude sich die Sängerinnen und Sänger der Musik verschrieben haben.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Walter Hoffmann und dem Vorsitzenden der "Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.", Walter Schmidt, eröffnete der Kinderchor aus Brescia das Programm. Die Jungen und Mädchen faszinierten das Publikum mit der Reinheit ihrer Stimmen und der Präzision ihrer musikalischen Vorträge, die klassische Stücke und Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, Joseph Haydn, Gaetano Donizetti und Benjamin Britten beinhalteten. Die Zuhörer belohnten die jungen Akteure, insbesondere auch die Gesangssolisten, mit lang anhaltendem Applaus.

Die nun folgende Darbietung der beiden Chöre aus Darmstadt-Wixhausen war ganz anderer Natur. Jugendchor und JustAmaSing trugen bekannte Titel aus der zeitgenössischen Pop-Chorliteratur und aus den Bereichen der Filmmusiken und Musicals vor. Die Beschwingtheit der Stücke verfehlte nicht ihre Wirkung beim Publikum, das sein Gefallen durch kräftigen Applaus kundtat. Die ausgewählten Lieder boten viele Gelegenheiten für solistische Einlagen, die überzeugend vorgetragen und mit großer Begeisterung aufgenommen wurden.

Zum Abschluss des ersten Programmteils verzauberte der Jugend-Kammerchor Intis die Zuhörer mit seinen lettischen Volks- und Liebesliedern. Vor allem beeindruckte die Leichtigkeit, mit der die Frauenstimmen die hohen Töne meisterten. Zusammen mit den tiefen, vollen Bassstimmen und den souveränen Tenören entstand ein perfektes Klangbild. Das Publikum honorierte die außergewöhnlichen Beiträge mit viel Beifall.

Nach der Verleihung der Plakette für Freundschaft in Frieden und Freiheit durch Oberbürgermeister Walter Hoffmann an Taisija Hristolubova aus Liepaja, Klaus Leschinski aus Wachenheim und Christina Krüger aus Darmstadt traten die Chöre aus Brescia, Liepaja und Darmstadt-Wixhausen nochmals einzeln auf, bevor alle teilnehmenden Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Finale auf die Bühne kamen und stimmgewaltig Ludwig van Beethovens "Freude schöner Götterfunken" darboten. Die Zuhörer bedankten sich bei den Chören mit "standing ovations" für den sehr gelungenen Abend.

Eine der geehrten Personen, Klaus Leschinski, hatte es bereits in seiner Dankesrede auf den Punkt gebracht: "Wir müssen keinen Superstar mehr suchen. Wir haben hier schon heute Abend unsere europäischen Stars auf der Bühne."

Die Darmstädter Initiative hat viele Projekte an Schulen Liepajas im Auge. Vor allem Behindertenarbeit wird gefördert. Spendenkonto: 641200, Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50.


Fotogalerie
(Mai 2009)

„Liepaja-Pass für 21 Darmstädter“
Initiative besuchte Einrichtungen in der Schwesterstadt

21 Mitglieder und Sponsoren der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“ konnten sich ein Bild von der aufblühenden lettischen Schwesterstadt machen. Am Ende der Reise waren es sechs Sponsoren weniger und dafür sechs Mitglieder mehr. Die Reisegruppe war von den bisher geförderten Projekten voll überzeugt. Für einen Kinderspielraum in einem Wohnhaus des Sozialdienstes der Stadt Liepaja wurde eine Spendenvereinbarung über rund 2.400 Euro getroffen. Im Beisein von Vizebürgermeisterin Silva Golde unterzeichneten Sozialamtschefin Iveta Puke und der Vorsitzende der Initiative, Walter Schmidt, die Vereinbarung. Viele lettische Freundinnen und Freunde der Initiative waren am gemeinsamen Abend dabei. Darmstadts Sozialdezernent Jochen Partsch begrüßte die Gäste herzlich. Im Gegenzug hatte Silva Golde für alle Darmstädterinnen und Darmstädter den neuen „Liepaja-Pass“ parat. Walter Schmidt und Geschäftsführer Klaus Wieland bekamen Urkunden für ihren jahrelangen Einsatz für die Kinder Liepajas überreicht.

Angenehm überrascht waren Sozialdezernent Jochen Partsch und seine Frau Daniela und die gesamte Reisegruppe über die Herzlichkeit der Menschen. Klaus Wieland erinnerte sich an 1993: „Damals machten die Menschen einen gedrückten Eindruck.“ Wer heute nach Liepaja kommt, findet eine aufblühende Innenstadt vor. Dass die Letten Blumen besonders lieben, erkennt man auch am Stadtbild. „Liepajas Wahrzeichen, die Dreifaltigkeitskirche, bekam kürzlich den Titel Kathedrale, die Stadt ist jetzt Bischofssitz,“ sagt Klaus Wieland. In der Kathedrale konnte die Gruppe ein wunderbares Konzert auf der größten mechanischen Orgel der Welt hören. Auch Gourmets kommen in Liepaja zu ihrem Recht. Die Qualität in den Restaurants kann mit vielen Gegenden Mitteleuropas konkurrieren.


Die Stadt Liepaja hat 
neue Ideen im Marketing.

Das seit 2000 von der Initiative geförderte Behinderteninternat konnte die Gruppe besuchen. Hier sind baulicherseits keine Hilfen mehr notwendig. Dafür wird jetzt die 15. Mittelschule (Gymnasium) mit vielen behinderten Kindern im Vorschul- und Eingangsschulalter gefördert. Der Behindertentagesstätte steht ein Umzug bevor, hier wird die Initiative die Entwicklung abwarten.  Mit großem Engagement geht die Sozialverwaltung an neue Aufgaben. Jochen Partsch, Walter Schmidt und Klaus Wieland waren überrascht, dass sich vieles auf diesem Gebiet bewegt und verändert hat. Dagegen ist der bauliche Zustand von Wohnblocks in den Problemgebieten immer noch katastrophal. Zufrieden waren die Darmstädter mit den Baumaßnahmen am Krankenhaus. Das Kinderarztehepaar Dr. Ingeborg und Dr. Hans Joachim Landzettel konnte die Monitore sehen, die vom Rotary-Club gespendet wurden. Die Kinderbetten aus Darmstadt, von der Initiative transportiert, tun ihren Dienst. „Wir sind auch einen Schritt bei der Kooperation des Regionalkrankenhauses in Liepaja mit dem Klinikum Darmstadt vorangekommen,“ betont Klaus Wieland. Mit Direktor Dr. Juris Barzdins fand ein freundschaftliches und konstruktives Gespräch statt.

„Dass es auch ein touristisches Beiprogramm gab, rundete den Erfolg der Reise ab,“ so Initiativen-Vorsitzender Walter Schmidt. Die Strände in Liepaja konnte man genießen. Ein Highlight war der Ausflug  auf die Kurische Nehrung, noch dazu bei bestem Wetter. Walter Schmidt und Klaus Wieland: „Diese harmonische Gruppenreise gab uns wieder einen Motivationsschub.“

Konto der Darmstädter Initiative für Liepaja: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50. 
Fotogalerie
(Juli 2008)

3.500 Euro für Montessori-Pädagogik nach Liepaja

Darmstädter Initiative auf Schulsektor aktiv

„Schulen sind laut Satzung unsere Förderziele,“ so der Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja, Walter Schmidt und: „ Wir sind von dem reformpädagogischen Bildungsangebot, benannt nach Maria Montessori, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt, überzeugt.“  Überzeugt sind auch das Behinderteninternat und die 15. Mittelschule in Darmstadts Schwesterstadt Liepaja. Je zur Hälfte teilen sich die beiden Schulen das Montessori-Material, das in diesen Tagen von der Gründerin der Städtepartnerschaft, Waltraut von Tiesenhausen, nach Liepaja transportiert wird. „Beide Schulen haben bereits in Montessori-Pädagogik ausgebildete Lehrkräfte, wir konnten uns davon überzeugen,“ sagt Vorstandsmitglied Imanta Molter, gebürtige Liepajanerin. Im November 2007 wurden die Weichen für diese Spende gestellt. Der Vorstand konnte sich vor Ort alles ansehen und war vom pädagogischen Konzept sehr angetan. Die 15. Mittelschule leistet bei der Integration behinderter Kinder Beachtliches.

„Unsere nächsten Ziele sind klar definiert,“ so Schatzmeister Gerd Grünewaldt und Geschäftsführer Klaus Wieland, „wir werden einen Sozialraum für Kinder in einem Haus mit sozial schwachen Familien fördern.“ Im Juli reisen 20 Mitglieder und Sponsoren nach Liepaja, um das bisher Erreichte in Augenschein zu nehmen.  Die Darmstädter Initiative hat rund 80 Sponsoren und Mitglieder. Der Verein braucht neue Spenden, um in Liepaja zu helfen. „Jeder Euro kommt an,“ ist das Motto: Kontonummer 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 50850150.

Neue Hilfsprojekte für Liepaja in Lettland

Vorstand der Darmstädter Initiative in der Partnerstadt

Seit 2000 fördert die „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“ mit großem Erfolg das Behinderteninternat in Darmstadts Partnerstadt Liepaja in Lettland. „Wir sind froh, dass wir jetzt unsere Hilfen auf baulicher Seite abschließen können,“ sagt Vorsitzender Walter Schmidt. Der Vorstand hat sich jetzt gemeinsam mit der Initiatorin der Städtepartnerschaft, Waltraut von Tiesenhausen, vor Ort in Liepaja über neue Projekte informiert. Dazu traf man mit Vizebürgermeisterin und Sozialdezernentin Silva Golde zusammen. Vorher hatte man mit Sozialamtsleiterin Iveta Puke notwendige Projekte besprochen. So wird die Initiative die Ausstattung eines Kinder- und Spielhauses für sozial schwache Familien fördern und Reittherapien für behinderte Kinder finanzieren.

„Unsere alte Idee für eine Einrichtung von Werkstätten für Behinderte mit Wohnungen nehmen Formen an,“ Klaus Wieland, Geschäftsführer der Initiative ist froh, dass der Darmstädter Sozialdezernent Jochen Partsch Iveta Puke zu einem Informationsbesuch eingeladen hat. Dabei hat man die „Aumühle“ und andere städtische Einrichtungen im Blickfeld. „Wir vergessen keineswegs das Behinderteninternat und stellen weitere 2.000 Euro für das Material für den Montessori-Unterricht zur Verfügung,“ betonen Waltraut von Tiesenhausen und Vorstandsmitglied Imanta Molter, die aus Liepaja stammt.

„Die 15. Mittelschule wird neuer Partner der Darmstädter Initiative für Liepaja,“ darin ist sich der Vorstand einig. Schuldirektor Gints Rocans und sein Team haben mit ihrem pädagogischen Konzept tiefe Eindrücke hinterlassen. Die Schule liegt im Problemgebiet „Karosta“, dem alten Kriegshafen der Stadt Liepaja. Behinderte und Nichtbehinderte Kinder lernen hier gemeinsam und was am wichtigsten ist: Voneinander. „Wir denken, dass sich hier eine längerfristige Zusammenarbeit mit uns auftut,“ meint Walter Schmidt, der die Reise insgesamt als sehr positiv sieht. Denn am 9. Mai 2009 soll wieder das Benefizkonzert „Singen für Europa“ in Darmstadt stattfinden. „Auch dafür konnten erste Weichen gestellt werden. Die Leiterin des Chors der Pädagogischen Hochschule „Intis“, Ilze Valce, hat sich den Termin bereits fest notiert.

„Wir haben diese Reise komplett aus eigener Tasche bezahlt, denn jeder Spendeneuro soll ankommen,“ sagt Klaus Wieland, der beauftragt wurde, eine Gruppenreise für Mitglieder und Sponsoren im Juli 2008 nach Liepaja zu organisieren. Die Darmstädter Initiative für Liepaja bittet um Spenden auf das Konto 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.

Dezember 2007

3.300 Kilometer für einen guten Zweck

Rotarier & Initiative für Liepaja helfen Krankenhaus

Unser Foto zeigt vor dem gerade entladenen LKW von links Ineta Stadgale vom Gesundheitsamt Liepaja, den neuen Direktor Dr. Juris Barzdins, Klaus Wieland (Geschäftsführer der Darmstädter Initiative für Liepaja), Christian Hedderich vom ASB, Pressereferentin Baiba Laizane und Harald Rack (DA Initiative).
Foto: Darmstädter Initiative für Liepaja

Eine weitere „Tranche“ mit Stahlkinderbetten ist im Regionalkrankenhaus von Darmstadts Schwesterstadt Liepaja in Lettland angekommen.


Der erste Teil wurde im Oktober 2006 in die Ostseestadt gebracht. Eine Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Rotary-Club, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Darmstädter Initiative für Liepaja hatte den Transport übernommen. Neben den Kinderbetten wurden ein variabler OP-Tisch und weitere nützliche Sachen für den Krankenhausbetrieb geliefert.

Die Klinik, zuständig für die westlettische Provinz Kurland, steckt in einem strukturellen und materiellen Umbau. Mit der Amtseinführung des neuen Direktors Dr. Juris Barzdins wurde sie teilprivatisiert, entsprechend liegt eine „Herkulesaufgabe“ vor ihm. Der neue Status bedeutet eigenverantwortliches Haushalten mit ohnehin schon sehr knappen Geldern. Alle Abteilungen müssen modernisiert werden, die vorangegangene Spende des Rotary-Clubs Darmstadt für einen Monitor kam daher genau richtig.

Stück für Stück wird auch die marode Außenfassade energiesparend saniert. „Eine Aufholjagd, die nur unter Mithilfe der Europäischen Union möglich ist,„ konstatiert Klaus Wieland. Auf diesem Weg tun sich weitere Problemfelder auf: Zunehmender Mangel an Ärzten und Pflegepersonal. Dem soll unter anderem ein Personal-Kindergarten entgegenwirken.

Dr. Juris Barzdins ist stolz auf die neue und einzige Reha-Abteilung im Kurland. „Jede kleine oder große Hilfe ist für uns wichtig“ sagt er und wünscht sich eine intensive Zusammenarbeit mit den Darmstädter Krankenhäusern. Mit dem Klinikum Darmstadt gab es bereits einen Austausch über das Mitglied der Initiative, Waltraut von Tiesenhausen. Das Liepajaner Regionalkrankenhaus legt auch Wert auf einen Austausch des Pflegepersonals. Klaus Wieland versprach, sich in Darmstadt für eine verstärkte Kooperation einzusetzen und neue Verbindungen zu knüpfen.

Als "Beiladung" konnte die Darmstädter Initiative für Liepaja dem Behinderteninternat eine neue Industrie-Bügelmaschine übergeben.

Die Darmstädter Initiative für Liepaja ist für jede Spende dankbar.
Konto 641200, bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.

August 2007
Rotary-Club sagt Hilfen für Kinderklinik Liepãja zu
Kooperation mit Darmstädter Initiative – Gespräche
in Sozialeinrichtungen


Kinderbetreuung in der Kinderabteilung des Liepajaner Zentralkrankenhauses.


Der bekannte Darmstädter Kinderarzt Dr. Hans 
Joachim Landzettel und die Leiterin der Kinder-
abteilung Dr. Guna Heidemane
   Unter Darmstadts 15 Schwesterstädten steht Liepaja in Lettland nach Besucherzahlen in der Spitzengruppe. Zu den Hauptorganisatoren gehört die „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“. „Wir arbeiten gern mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, wenn es um Liepaja geht,“ sagt Geschäftsführer Klaus Wieland und bot ganz spontan dem Darmstädter Rotary-Club mit Professor Horst Blechschmidt an der Spitze, seine Erfahrungen an. Die Rotarier waren durch Cornelia Benz, Frau des ehemaligen Oberbürgermeisters Peter Benz, auf die Zustände in der Kinderabteilung des Liepajaner Zentralkrankenhauses aufmerksam gemacht worden. „Lasst unsere Kinder mit einem Lächeln gesund werden“, unter diesem Motto hatte die Liepaja-Initiative sich bereits 2004 einer Sammlung der Stadt und Wirtschaft der Partnerstadt angeschlossen. Professor Horst Blechschmidt und Dr. Hans Joachim Landzettel vom Rotary-Club konnten sich jetzt vor Ort ein Bild über die schlimmen Zustände im Krankenhaus machen. Viele Kinder leiden an Entzündungen der Atemwege und des Rachenraumes. Bewundernswert ist um so mehr der hohe persönliche Einsatz der Klinik-Ärzte. Chefarzt Dr. Egils Freidenfelds, das Mitglied des Vorstandes, Dr. Dzintra Auzniece und die Chefin der Kinderabteilung Guna Heidemane erwiesen sich zudem als hochkompetente Gesprächspartner. Man sagte spontan die Spende eines Überwachungs-Monitors zu. Inzwischen hat der Vorstand des Rotary-Clubs eine Sammlung zugunsten der kranken Kinder in Liepaja einstimmig beschlossen und auf den Weg gebracht.  
   Ein Wiedersehen gab es im Waisenheim. Vor über 10 Jahren hatten sich die „Mutter der Städtepartnerschaft“ Waltraut von Tiesenhausen , Dr. Hans Joachim Landzettel und die Leiterin Dr. Astra Jansone gemeinsam für die Dacherneuerung eingesetzt. Inzwischen hat auch der lettische Staat Geld in die Hand genommen und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Wie gut die Kooperation zwischen der Darmstädter Initiative und der Stadt Liepaja klappt, konnte die Delegation dann auch im Behinderteninternat von Atis Brikmanis sehen. Der Direktorin der Behinderten-Tagesstätte Irita Intenberga wurde von der Darmstädter Initiative ein Kleinbus zugesagt. Frau Intenberga hatte 2003 in der „Aumühle“ in Darmstadt hospitiert. 
   „Der Rotary-Club und die Darmstädter Initiative für Liepaja haben gemeinsam neue Verbindungen geknüpft,“ Professor Blechschmidt zog damit ein gutes Resümee. Im Juni 2006 werden Ärzte aus Liepaja in Darmstadt sein und für den Rechtsmediziner Aldis Sunakslis deuten sich Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und neue Instrumente an. Nach 30 Jahren war Alexander Neufeld , Sozialreferent des Bundes der Vertriebenen, wieder in Liepaja. Mit der Journalistin und Dozentin für Lettisch an der Mainzer Universität, Lasma Gibiete , hatte die Delegation eine fachkundige Liepajanerin dabei. Klaus Wieland: „Die Intitiative für Liepaja und der Rotary-Club werden in den nächsten Monaten wieder Transporte in die Schwesterstadt durchführen, wir freuen uns darauf.“ Zwischen den Rotary-Clubs beider Städte wird es zudem regelmäßige Verbindungen geben.
Spendenkonten: Rotary Gemeindienst Deutschland, Deutsche Bank Düsseldorf, Konto 3941200, BLZ 300 700 10, Stichwort: Clubnummer 11671, Projekt Liepaja oder Darmstädter Initiative für Liepaja e.V. Konto 641200, Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50.

März 2006

, 28.Oktober 2005 - Link als pdf-Datei
Hochwertige Waschmaschinen für Liepaja
Darmstädter Initiative: Gelebte Partnerschaft
Der Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja, Walter Schmidt, am 27. September 2005 bei der feierlichen Übergabe der beiden Waschmaschinen und Trockner (im Bild)
Dass Städtepartnerschaft nicht nur auf "höherer Ebene" stattfindet, beweist einmal mehr die "Darmstädter Initiative für Liepaja". Vorstandsmitglieder übergaben jetzt in einer kleinen Feier zwei hochwertige Industriewaschmaschinen und einen Trockner an das Behinderteninternat der Schwesterstadt. Fast 13.000 Euro kamen dafür unter Beteiligung der Stadt Darmstadt zusammen. Der Vorsitzende der Initiative, Walter Schmidt, sprach mit Stolz vom "joint venture" mit der Stadt Liepaja, die eine Totalrenovierung der Räume vorgenommen hatte. Dafür dankte er der anwesenden Vizebürgermeisterin und Bildungsdezernentin Silva Golde. 
   Die Historie der Initiative ist eng mit der Partnerschaft Liepaja-Darmstadt verbunden. Im April 1993 schlossen die Oberbürgermeister beider Städte, Imans Vismins und Günther Metzger, den Freundschaftspakt. Der 2. Vorsitzende Klaus Wieland war damals ebenso dabei, wie die Begründerin der Jumelage, Waltraut von Tiesenhausen. Auf ihre Mitgliedschaft ist die Initiative als "Ideengeberin" besonders stolz. Vorläufer der Hilfsorganisation war die Partnerschaft der Darmstädter Viktoriaschule mit der 5. Mittelschule (Gymnasium) in Liepaja. 1996 gründeten dann der bekannte Architekt Jürgen Rittmannsperger, der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Dr. Günter Ziegler und die Lehrerin an der Viktoriaschule, Dagmar Stroh, die Darmstädter Initiative für Liepaja. Ab dem Jahr 2000 wendete man sich dem Behinderteninternat zu. Eine Behindertenrampe, die Sanierung der Toiletten oder die Spende eines Kleinbusses sind Beispiele. Viele Transporte mit Hilfsgütern wurden organisiert. In einer Verbundaktion mit der Stiftung der Software AG, dem Johanniterorden und der Darmstädter Initiative konnten sämtliche Fenster im Internat erneuert werden. Walter Schmidt: "Das löste einen wahren Innovationsschub aus. Das Lehrpersonal nähte Gardinen, reparierte und renovierte in Eigenregie und teilweise in den Ferien, die Wände bekamen ein freundliches Aussehen." Teile des Lehrpersonals konnten sich unter Mithilfe der Initiative in Darmstadt informieren. "Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei Josef Fischbach, Leiter der Behinderteneinrichtung "Aumühle" in Darmstadt ein; wir sind froh und dankbar über seine Hilfen und Weitergabe seiner Erfahrungen an unsere Freunde aus Liepaja," erzählt der 2. Vorsitzende Klaus Wieland.
  "Die Waschmaschinen und der Trockner haben ein Loch in unsere Kasse gerissen,"  der Vorsitzende sagt das nicht ohne Wehmut, denn es gibt noch viel zu tun. "Wir sind satzungsgemäß auf Schulen konzentriert," so Walter Schmidt. Er gibt als nächstes Hauptziel einen Kleinbus für die Behindertentagesstätte an. Die Direktorin der Einrichtung, Irita Intenberga, war ebenfalls Gast in der "Aumühle". Aber auch im Internat ist noch viel zu tun. Oft sind es viele kleinere Dinge, wie Brillen oder Spielsachen, weil die meisten Kinder aus armen Verhältnissen kommen.
  Die Darmstädter Initiative für Liepaja bittet um weitere Spenden auf das Konto 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50. Über das Internet kann man Mitglied werden oder dem Förderkreis beitreten: www.initiative-liepaja.de.

(September 2005)
Hilfe für kranke Kinder in Liepaja
Spendensammlung der Darmstädter Initiative
 Die Kinderabteilung des Zentralkrankenhauses in Darmstadts Schwesterstadt Liepaja muss dringend renoviert werden. Es fehlt an Mobiliar, die Räume sind in schlechtem Zustand und es fehlt an medizinischen Geräten. Die Stadt Liepaja hatte gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft und der Lokalzeitung "Kurzemes Vards" unter dem Motto "Lasst unsere Kinder mit einem Lächeln gesund werden", zu einer Spendensammlung aufgerufen. Die "Darmstädter Initiative für Liepaja" ist dem Aufruf gefolgt und konnte den Gesamtbetrag von 1.465,00 Euro überweisen.
Um medizinische Geräte wird sich noch bemüht.
 Allein 365,00 Euro kamen bei einer Weihnachtfeier des VdK  in Darmstadt zusammen. 186,41 Euro sammelte man von den Stadtverordneten aller Fraktionen und Teilen der Verwaltung bei einer Parlamentssitzung im Dezember 2004. Viele private Beträge und Spenden der HEAG ergänzen die Sammlung. Zudem gab es eine DVD mit einem Video von der Verschwisterungsfeier mit Darmstadt aus dem Jahr 1993 in Liepaja gegen eine Spende zu erwerben. Initiativen-Vorsitzender Walter Schmidt und sein Stellvertreter Klaus Wieland stufen den Sammlungserfolg so hoch ein, weil keine steuerabzugsfähigen Spendenquittungen ausgestellt werden konnten. Die Satzung des Vereins sieht momentan noch die Förderung ausschließlich von Schulen vor. Als nächstes Projekt stehen Waschmaschinen und die Renovierung des Waschraumes im Behinderteninternat auf der Tagesordnung. Spenden nimmt die Initiative gern gegen eine steuerabzugsfähige Quittung unter der Kontonummer 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50, entgegen. Ein Beitrittsformular kann im Internet unter www.initiative-liepaja.de heruntergeladen werden.
(22.01.2005)
Liepaja: Alle Fenster im Behinderteninternat erneuert
Heag ermöglicht neuen Hilfsgütertransport der Darmstädter Initiative
Für das Behinderteninternat in Liepaja kann jetzt der Winter kommen. Die restlichen 26 Fenster wurden in das Schulgebäude in Darmstadts Schwesterstadt Liepaja eingebaut. Unter Federführung der "Darmstädter Initiative für Liepaja e.V." konnte die Finanzierung gesichert werden. "Es gab eine höchsterfreuliche Kooperation zwischen dem Johanniter Orden, der Stiftung der Software AG, der Stadt Liepaja und uns," resümiert Vorsitzender Walter Schmidt. Die Stadt Liepaja hat nach einigen Verhandlungen die Teuerungsrate übernommen. "Wir konnten mit dem sehr wichtigen Einbau der Fenster die Verantwortlichen in Liepaja überzeugen, dass im Internat eine neue Heizungsanlage fällig wird," freut sich der stellvertretende Vorsitzende Klaus Wieland.
 
Dank der Heag-Verkehrs GmbH führt die Initiative im Oktober einen neuen Hilfsgütertransport durch. Die Heag stellt den Kleintransporter zur Verfügung und Klaus Buchmann wird wieder zum Beispiel Möbel und Kleidungsstücke nach Liepaja transportieren. Von Nordrhein-Westfalen aus startet die Gründerin der Städtepartnerschaft und Mitglied der Initiative, Waltraut von Tiesenhausen, zeitgleich einen Hilfsgütertransport.
"Jeder Euro kommt an," unter diesem Slogan stehen die permanenten Sammelaktionen des Vereins. Im Internet können die Hilfsaktivitäten unter der Adresse www.initiative-liepaja.de nachgelesen werden. Ein Beitrittsformular kann man herunterladen. Das Konto der Darmstädter Initiative für Liepaja: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50. Es werden steuerabzugsfähige Spendenquittungen ausgestellt.
(26.09.2004)
Gruppenreise der Darmstädter Initiative für Liepãja
Hilfe vor Ort geleistet - Anstöße für neue Projekte - Ehrenfahne Europarat
J
uli/August 2004
21 Mitglieder der Darmstädter Initiative für Liepaja konnten sich jetzt vor Ort ein Bild über geleistete und noch zu leistenden Hilfen machen.
"Wir haben Touristisches mit unserem Hilfsprogramm verbunden," konstatierte der Vorsitzende Walter Schmidt. Die Welt- und Jugendstilstadt Riga machte den Auftakt der Reise. Hier nutzte man das Gespräch mit dem deutschen Botschafter Eckart Herold für eine Sensibilisierung und Unterstützung für das Projekt "Behindertenwerkstätten mit Wohnungen in Lettland". Über den Botschafter wird es künftig leichter sein, bei den entsprechenden Ministerien "die Türen zu öffnen."
 
Darmstadt`s Schwesterstadt Liepaja bereitete der Gruppe wieder einen herzlichen Empfang. Direktor Atis Brikmanis vom Behinderteninternat, Irita Intenberga von der Behindertentagesstätte, Gunta Dejus von der Stadt Liepaja und Dr. Astra Jansone vom Waisenhaus waren die Hauptgesprächspartner. Atis Brikmanis konnte man Sportgeräte und Brillen für 14 Kinder des Behinderteninternates finanzieren. 
Vor dem Behinderteninternat Klaipedas iela.
Die Finanzierung der 26 Restfenster im Behinderteninternat ist durch die Stiftung der Software AG, Johanniterorden und nicht zuletzt der Darmstädter Initiative für Liepaja gesichert. "Der Finanzverbund funktioniert, die Stadt Liepaja übernimmt die Mehrkosten," 2. Vorsitzender Klaus Wieland freut sich als Reiseorganisator sehr darüber. Liepaja baut im Haupthaus des Behinderteninternates jetzt die neue Heizung ein. "Da haben wir sicher durch unseren Druck auf die Stadt unseren bescheidenen Beitrag geleistet," meint Waltraut von Tiesenhausen. Sie kann man als "Mutter aller Hilfen für Liepaja und der Städtepartnerschaft" bezeichnen. Immerhin hat sie bereits lange vor der "Wende" Hilfstransporte nach Liepaja geleitet. Vieles konnte sie über die "Lenin-Glocken" finanzieren. Das Lenin-Monument in Liepaja wurde in Deutschland eingeschmolzen und zu kleinen Glöckchen verarbeitet. Bestellungen zum Preis von 260,00 Euro incl. Versandkosten können über die E-Mail-Adresse initiative-liepaja@gmx.com getätigt werden.
 
Liepaja und seine Umgebung wartet auf Touristen 
Dass Lettland, hier die Liepaja umgebende Provinz Kurland, seine touristisch wunderschönen Seiten hat, konnte die Gruppe bei einem Tagesausflug erfahren. Das Naturschutzgebiet um Ziemupe, Pavilosta und die Steilküste bei Jurkalne üben ihren Reiz aus. 
Pavilosta

Hinzu kommt mit Kuldiga eine schöne Stadt mit alten Holzhäusern und den berühmten breiten Wasserfall. Liepaja bot im wunderschönen Strandpark ein großes Unterhaltungsprogramm. Die Beach-Party "tobte" bis spät in die Nacht. 
 
Ehrenfahne des Europarates an Liepaja
 
In das Festprogramm passte hervorragend die Verleihung der Ehrenfahne des Europarates an die Stadt Liepaja. Johanna Schicker (Österreich) sprach als Ausschussvorsitzende für den Europarat. Die Schwesterstädte Liepajas waren vertreten. Für die Stadt Darmstadt sprach der Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja und Stadtverordnete Walter Schmidt. Er betonte in seiner Rede die endgültige Überwindung der Teilung Europas durch den EU-Beitritt Lettlands: "Die Europäische Union ist die größte Friedensbewegung der Welt". Unter den Klängen der Europa-Hymne, der Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven, wurde feierlich die Ehrenfahne von Johanna Schicker und Oberbürgermeister Uldis Sesks gehisst. Die Mitglieder der Darmstädter Initiative für Liepaja konnten die Eindrücke dieser bewegenden Feier mit nach Hause nehmen.
Johanna Schicker und OB Uldis Sesks beim Hissen der Fahne. Links spricht der 1. Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja, Walter Schmidt,  für die Stadt Darmstadt.
Bilanz 
Diese Reise wird erneut nachhaltig die Mitglieder der Initiative bewegen. Nach den Hilfen für die 5. Mittelschule (in Deutschland Gymnasium) ist man mit dem Behinderteninternat auf dem richtigen Weg. Durch den Wegfall der oft als Repressalien empfundenen Zollkontrollen wird es künftig leichter sein, Hilfsgüter nach Liepaja zu transportieren. Besuche werden ab 31. Oktober finanziell erleichtert, Ryanair fliegt Riga an. Die Behindertentagesstätte erhält über Waltraut von Tiesenhausen eine Küche. Problematisch sieht der Vorstand der Initiative die nachlassende Spendenfreudigkeit einiger Firmen: "Wir brauchen jeden Euro - und jeder Euro kommt 1:1 an." Demnächst wird man mit der Adresse www.initiative-liepaja.de über das Internet werben. Das Konto der Darmstädter Initiative ist 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.
Pressebericht von der Reise mit Frau von Tiesenhausen vom 19. bis 23. November 2003

Weitere Behinderten-Hilfen für Liepãja auf dem Weg
Darmstadts Initiative berichtet über neue Projekte
 

Die Darmstädter Initiative für Liepãja hat sich zum Hauptziel gesetzt, den Schulen in der lettischen Schwesterstadt zu helfen. Seit 2000 hat sich am geförderten Behinderteninternat vieles zum Guten gewandelt. Das konnten die beiden Vertreter der Initiative, Waltraut von Tiesenhausen und der Stadtverordnete und 2. Vorsitzende Klaus Wieland, jetzt erneut vor Ort erfahren. „Alle Anstöße und Hilfen aus Darmstadt, vom Lions-Club, der Stiftung der Software AG und unserer Initiative haben Früchte getragen,“ loben beide. Voller Lob sind sie auch für das Lehrpersonal, dass unter teils immer noch widrigen Bedingungen „zu Höchstleistungen aufläuft“. 

Aktuell galt die Reise vor allem zwei Projekten. Einmal finanziert die Initiative in Kooperation mit der Stiftung der Software AG 26 Restfenster im Behinderteninternat, die beim ersten Bauabschnitt aus Kostengründen nicht berücksichtigt werden konnten. Hier gelang es Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland, dass rund 800 Euro die Stadt Liepãja übernimmt. Bereits fertiggestellt ist das Projekt „Toiletten für das Lehr- und Küchenpersonal“. 2.700 Euro hat die Stadt Darmstadt bereitgestellt und knapp 1.900 Euro legt die Initiative drauf. Direktor Atis Brikmanis stellte voller Stolz die Anlage vor. 

Seit 9 Monaten arbeitet die Darmstädter Initiative für Liepãja an einem EU-Projekt für Lettland. Hier konnte der EU-Abgeordnete Ozan Ceyhun als Verbündeter gewonnen werden. Ziele sind Werkstätten für Behinderte mit behütetem Wohnen in Lettland. „Die behinderten Jugendlichen verlassen in Liepãja das Internat mit 18 Jahren und fallen bei ihrem weiteren Lebensweg buchstäblich in ein tiefes Loch,“ Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland mahnen damit auch die Solidarität der Menschen an. In Lettland gilt immer noch das in Deutschland zum Glück fast abgeschaffte Prinzip des Wegschließens von Behinderten. Beide sprachen beim lettischen Wohlfahrtsministerium vor und konnten hier erste Kontakte knüpfen und die Behörde sensibilisieren. „Bei der Sozialdezernentin der Stadt Liepãja Aija Barca rannten wir offene Türen ein. Liepãja könnte zum Pilotprojekt werden.“ Dabei hofft man auf die Unterstützung von EU-Kommissar Günter Verheugen, dem hervorragende Verbindungen nach Liepãja nachgesagt werden. Für Januar 2004 ist ein Meeting mit EU-Abgeordneten und lettischen EU-Beobachtern in Brüssel geplant.

Küche gesucht 

Als einen Schritt in die richtige Richtung werten Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland die seit 2 Jahren existierende Behinderten-Tagesstätte in Liepaja. Die Leiterin der Einrichtung, Irita Intenberga, konnte im September diesen Jahres nach Vermittlung der Initiative, bei der „Aumühle“ in Darmstadt-Wixhausen für eine Woche hospitieren und wertvolle Eindrücke gewinnen. „Wir waren angenehm über die Fortschritte in der Tagesstätte überrascht; unter Mithilfe von Sponsoren aus Schweden konnten Räume renoviert werden. Irita Intenberga sucht dringend eine Küche, vielleicht findet sich in Darmstadt ein/eine Spender/in?“ 

Wer mit Waltraut von Tiesenhausen nach Lettland reist, bekommt einen guten Eindruck von Land und Leuten. Sie wird in Liepãja verehrt, überall kennt man sie. So konnte sie im Altenheim „Garnibriela“ einen neuen Duschtrakt einweihen, der mit ihren legendären „Lenin-Glocken“ finanziert wurde. Das lettische Fernsehen und die Presse waren gegenwärtig. Klaus Wieland: „Ein großer Tag für die Altenpflege in der Schwesterstadt.“ Von den vielen weiteren Terminen muss der Besuch beim leitenden Chefarzt des Kreiskrankenhauses, Dr. Egils Freidenfels, erwähnt werden. Das Krankenhaus hat den einstigen Bestand von 700 auf 500 Betten reduziert. Auch hier vollzieht sich alles in kleinen Schritten, wie im Behinderten-Waisenhaus von Dr. Astra Jansone, die gute Verbindungen nach Darmstadt unterhält. Auch dieses Haus wurde von der Aktion „Lenin-Glocken“ mit einem Drittel für die Dacherneuerung mitfinanziert. So hat die umgeschmolzene Ex-Leninstatue noch ein gutes Werk getan.  

Überrascht war man von der Arbeit des Zentrums für Frühdiagnostik für Säuglinge und Kinder. Hier wird mit den modernen Methoden Voita, Bobarth und Montessori gearbeitet. Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland: „Wir sind mit den Ergebnissen unserer Reise hochzufrieden. Für das Projekt der Behinderten-Werkstätten brauchen wir einen langen Atem. Es tut sich viel in Liepaja und jeder noch so kleine Fortschritt freut uns sehr.“ Hohes Lob zollen beide der Referentin für internationale Beziehungen, Gunta Dejus. „Von Tiesenhausen und Wieland: „Ihre Arbeit geht weit über ihr berufliches Feld hinaus, dafür gebührt ihr großes Lob.“ Inzwischen ist sie bei Darmstädter Vereinen so bekannt, dass man ihr den Beinamen „Außenministerin von Liepãja“ gegeben hat. 

Spender gesucht!

„Helfen mit Herz – jeder Euro kommt an,“ ist das Motto der Darmstädter Initiative für Liepãja. Die Reise wurde von beiden Mitgliedern privat finanziert. Jede Spende ist willkommen: Konto 641200, bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50. Es werden steuerabzugsfähige Quittungen ausgestellt.

Erläuterungen:

  • Die Darmstädter Initiative für Liepãja hatte zuerst der 5. Mittelschule (hier Gymnasium) geholfen. In Kooperation mit der Stadt Darmstadt konnte u.a. das Dach saniert werden. Die 5. Mittelschule arbeitet mit der Darmstädter Viktoriaschule zusammen.
  • Im September 2000 reiste eine kleine Delegation Darmstädter Stadtverordneter und interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Liepãja. Der Erstkontakt mit dem Behinderteninternat war erschütternd. Fast alle traten der Darmstädter Initiative für Liepaja bei. Klaus Wieland wurde 2. Vorsitzender und damit Nachfolger für den ehemaligen Stadtverordnetenvorsteher Dr. Günter Ziegler.
  • Seit Anfang 2001 wurden von der Initiative in Kooperation mit der Stadt Darmstadt, Frau von Tiesenhausen, dem Lions-Club und der Software-AG-Stiftung, Sanierungsarbeiten im Behinderteninternat finanziert. Weiter wurden mehrfach Hilfsgüter über die Fähre von Rostock aus nach Liepãja transportiert. Ein VW-Bus aus Darmstadt tut seine Dienste in Liepãja beim Schülertransport. Eine Behindertenrampe tut ihre Dienste. Kindertoiletten wurden saniert.
  • Alle Hilfen führten zum Effekt der Selbsthilfe. Neue Fenster inspirierten zum Beispiel zu neuen Gardinen. Liebevoll hat das Lehrpersonal selbst an der Verbesserung des Schulumfeldes gearbeitet.
  • Drei Lehrerinnen des Behinderteninternates hospitierten im November an Darmstädter Schulen.
  • Im September diesen Jahres gelang es uns, die Leiterin der Behinderten-Tagesstätte, Irita Intenberga, nach Darmstadt zu holen. Sie hospitierte eine Woche lang bei Josef Fischbach in der „Aumühle“ in Darmstadt-Wixhausen. Ein voller Erfolg, wie Frau Intenbergas umfangreiche Aufzeichnungen beweisen.
  • Frau Waltraut von Tiesenhausen ist nicht nur „die Mutter der Partnerschaft Darmstadt-Liepaja“, sie ist die gute Seele, die schon lange vor der „Wende“ Hilfsgüter in großem Umfang – damals noch via Weißrussland – transportiert hat. Eine großartige Frau, die meine Verehrung und Bewunderung hat. Frau von Tiesenhausen und ich haben uns 1993 bei den Verschwisterungsfeiern in Liepãja kennengelernt.
  • Zu den erwähnten „Lenin-Glocken“: Sechs Meter hoch und fast 7 Tonnen schwer stand die Lenin-Statue, wie in fast allen Städten des Sowjet-Reiches in Liepãja. 1991 waren seine Tage mit der unabhängigkeit Lettlands gezählt. Waltraut von Tiesenhausen  kämpfte mit unglaublicher Zähigkeit, um das Denkmal nach Deutschland zu bekommen. Sie überzeugte schließlich jeden, vom Bürgermeister bis zum lettischen Ministerpräsidenten. Am 14. Januar 1992 war es dann soweit. Das Unternehmen „Lenin zu Glocken“ begann. Die Idee, den aggressiven Sowjetführer in friedliche Glocken umzugießen und mit dem Erlös in Liepãja zu helfen, ist das Verdienst von Waltraut von Tiesenhausen.
  • Was ist unser Ansporn? Es sind nicht allein das Erfordernis der Linderung der Not in der Schwesterstadt. Es sind die freundlichen, netten, klugen und bescheidenen Menschen, denen wir immer wieder begegnet sind. Das fängt bei den behinderten Menschen an, für die in Lettland noch viel in Richtung Akzeptanz getan werden muss. Das Lehrpersonal ist trotz schlechter Bezahlung (etwa 200 bis 300 Euro/Monat) hochmotiviert. Zusammenfassend: Wir fanden in Lettland gute und sehr gute Freunde, die bei uns immer herzlich willkommen sind.
  • Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland werden ihre Arbeit am 1. Januar 2004 unter einem veränderten Vorstand weiterführen. Für den Architekten Jürgen Rittmannsperger wird der Stadtverordnete Walter Schmidt neuer Vorsitzender. Klaus Wieland bleibt 2. Mann. Das Schatzmeister-Amt wechselt quasi von einem ehemaligen Kämmerer zum anderen: Otto Blöcker gibt das Amt an Gerd Grünewaldt ab. Neuer Schriftführer wird der Baltikum-Experte Klaus Buchmann für die Lehrerin an der Viktoriaschule, Dagmar Stroh.
  • Für 2004 ist die Gründung eines Beirates, der neue Spenden auftun soll, geplant. Weitere Baumassnahmen sollen damit finanziert werden. Eine Reise der Initiative incl. Beirat ist anvisiert.
Pressebericht vom Juni 2003
"Jeder Euro kommt an“
Darmstädter Initiative hilft Behinderten in Liepãja/Lettland

Die Darmstädter Initiative für Liepaja hat sich zum Ziel gesetzt, den Schulen in Darmstadts lettischer Partnerstadt zu helfen. Seit drei Jahren konzentriert sich die Gruppe mit wachsendem Erfolg auf ein Behinderteninternat. Der Stadtverordnete Klaus Wieland und Klaus Buchmann brachten jetzt erneut Hilfsgüter nach Lettland. „Wir bevorzugen wegen den immer noch rigiden Kontrollen an drei Grenzen den Weg über die Fähre ab Rostock direkt nach Liepaja,“ so Buchmann und Wieland, „jeder Besuch zeigt uns Fortschritte im Behinderteninternat und im Stadtbild der Ostseestadt.“ Die Behindertenrampe und eine neue Toilette sind fast fertig. Internats-Direktor Atis Brikmanis zeigte nicht ohne Stolz die von Darmstadt finanzierten Projekte. Der Gesamteindruck des Internates konnte durch die neuen Fenster, gesponsert  von der Stiftung der Software AG , erheblich verbessert werden. Jetzt gilt es, ein Finanzkonzept für die restlichen Fenster zu erstellen. Buchmann und Wieland: „Das Lehrpersonal hat zudem viele Räume freundlicher gestalten können. Für weitere Maßnahmen haben wir eine Prioritätenliste aufgestellt.“ Klaus Wieland und Klaus Buchmann konnten einen Scheck des Lions-Clubs überbringen, der gute Dienste leisten wird.

 Neu für Liepaja ist eine Tagesstätte für Behinderte. Hier arbeitet das Personal unter schwierigen Bedingungen. „Ich sehe die Tagesstätte als richtigen Weg in Richtung beschützende Werkstätten in Lettland,“ Klaus Wieland bemüht sich zur Zeit um Projekthilfen der Europäischen Gemeinschaft.

 Die Förderung des Tourismus nimmt breiten Raum ein. Hotels und Gästehäuser mit guter Qualität gibt es inzwischen fast ausreichend. Die Strände sind weitgehend menschenleer und laden zum Wandern und Baden ein. Auch im Stadtbild Liepajas hat sich einiges getan. Blumen schmücken Teile der Innenstadt, Restaurants und Cafes haben westliches Niveau. Buchmann und Wieland loben zudem die netten und bescheidenen Menschen: „Darin liegt ein gutes Startkapital für den Fremdenverkehr.“ Zum Heinerfest hat sich die Kindertanzgruppe „Krustini“ angesagt. Begleiterin ist die Referentin für internationale Beziehungen, Gunta Dejus. Klaus Wieland: „Sie ist die gute Seele der Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt und Liepaja, alle Organisationen und wir schätzen ihre hervorragende Organisationsarbeit.“ Die Darmstädter Initiative für Liepaja braucht weitere Spenden – jeder Euro kommt an: Konto 641200, Sparkasse Darmstadt, 
Bankleitzahl 508 501 50.

Juni 2002
„Freude gebracht und Freunde gewonnen“
Erfolgreicher Hilfstransport nach Liepãja – 
Kleinbus und Güter kamen gut an
Liepaja ist eine Reise und inzwischen einen Urlaub wert: Oben links eine Sandburg in Pavilosta im Norden. Unten links der Turm der Dreifaltigkeitskirche mit der größten mechanischen Orgel der Welt. Im Bild oben rechts kann man den Blick von der Dreifaltigkeitskirche genießen und unten rechts das 1889 erbaute Rathaus der Stadt.

Mit tiefen Eindrücken sind Stadtkämmerer Gerd Grünewaldt und die beiden Vertreter der Darmstädter Hilfsinitiative für Liepaja, Walter Schmidt und Klaus Wieland, aus der lettischen Schwesterstadt Liepaja zurückgekehrt: „Wir konnten mit unserem Hilfstransport Freude bringen und Freunde gewinnen.“ Schmidt und Wieland hatten einen günstig von der Heag erworbenen VW-Kleinbus mit Gütern aus Haushaltsauflösungen und vielen Spielsachen vom Lions-Club nach Lettland per Fähre über Rostock transportiert. „Alles ist wohlbehalten beim Behinderteninternat angekommen,“ wird resümiert. Fast vier Stunden verbrachte man beim lettischen Zoll: „Helfen wird schwer gemacht, die Bürokratie erscheint wie ein Fossil aus sowjetischer Zeit, dass wird sicher erst durch den Beitritt zur EU besser.“ Dabei hat Lettland allen Grund zum Selbstbewusstsein: Die Hauptstadt Riga ist wieder eine Weltstadt und Darmstadts Schwester Liepaja macht Fortschritte auf allen Gebieten. Klaus Wieland: „Lettland treibt den Aufbau des Landes ohne das Geld eines großen Bruders (analog alte/neue Bundesländer) voran, ich habe deshalb umso größeren Respekt vor den Leistungen.“

 Großen Respekt zollten Stadtkämmerer Gerd Grünewald, Walter Schmidt und Klaus Wieland auch den Eigenhilfen im Behinderteninternat. Direktor Atis Brikmanis konnte in beiden Häusern Renovierungsarbeiten nicht ohne Stolz vorstellen. Alles ist wie „der berühmte Tropfen auf den heißen Stein,“ wenn man den Gesamtzustand kennt. Der Lions-Club, die Software AG in Darmstadt und die unermüdliche Waltraud von Tiesenhausen (Mitbegründerin der Städtepartnerschaft) haben neben der Darmstädter Initiative viele Detailhilfen geleistet.

 Die Hilfen für das Behinderteninternat weiter auszubauen, war der weitere Grund für den Besuch. Das geplante „Hilfs-joint-venture“ wurde auf den Weg gebracht. Die Stadt Liepaja mit Vizebürgermeister Talivaldis Deklaus an der Spitze, hat sich verpflichtet, die Heizung der Internate zu erneuern. Die Stadt Darmstadt und die Initiative übernehmen 22 Fenster, werden Behindertenrampen anschaffen und finanzieren neue Türen für einen Zugang zu Toiletten. Weiter wird der Wunsch nach einem Aufenthalt von 2-3 Lehrern an Darmstädter Behinderten- und Sonderschulen erfüllt. Zu Dank verpflichtet ist die Initiative der sympathischen Referentin für internationale Beziehungen in Liepaja, Gunta Dejus. Sie hat sich mit viel Zeitaufwand und Ideenreichtum um die Darmstädter gekümmert.

 Spendenaufruf

Die Darmstädter Initiative für Liepaja braucht jeden Euro und verspricht, dass jeder Euro auch ankommt. Spenden auf das Konto 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50, sind in jeder Höhe willkommen und steuerlich absetzbar.

Das Baltikum verzeichnet hohe Zuwachsraten beim Tourismus. Davon profitiert auch Liepãja mit seinem Hafen und teils modern hergerichteten Innenstadt. Es gibt immer mehr Hotels und Gästehäuser mit gutem Komfort. Die drei Darmstädter waren angetan vom wunderschönen Strandpark und einem herrlichen weißen flachen Sandstrand, der sich gut für Kinder eignet. Liepaja ist auf wachsenden Tourismus gut vorbereitet, er könnte sich zu einer Säule in der Wirtschaft entwickeln. Ausflugsmöglichkeiten gibt’s genug: Einsame Strände, viele Wälder, Seen und die Hauptstadt Riga. Geheimtipp: Mit dem Fahrrad! Lettland ist die geografische Mitte Europas – nicht Brüssel oder Straßburg - das wird sich in unseren Köpfen noch durchsetzen müssen.

Weitere Informationen im Internet: www.liepaja.lv

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