Darmstädter Initiative für Liepaja

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Die Darmstädter Initiative für Liepāja e.V. reiste auch 2018 wieder nach Lettland. Die gut geplante Reise des Vorstandsmitgliedes und Geschäftsführers des Vereins, Klaus Wieland, führte die 38-köpfige Reisegruppe zunächst für zwei Tage in die Hauptstadt Lettlands, nach Riga.


Abendschmaus nach der Ankunft im Restaurant "Salve" in Riga.

Es stand hier ein Stadtbummel, die Besichtigung der berühmten Markthallen und gemeinsame Abendessen mit lettischer Küche und dem berühmten „Balzams“, einem Likör aus Kräutern, auf dem Programm. Die Reisegruppe hatte zudem genügend Freizeit, um Riga auch auf eigene Faust zu erobern. Der Reisegruppe gehörten jeweils zeitweise auch Oberbürgermeister Jochen Partsch mit seiner Frau Daniela Wagner  (Bundestagsabgeordnete) sowie der Sozialdezernentin der Stadt Darmstadt Barbara Akdeniz mit ihrem Mann Yücel Akdeniz an, die mitgereist waren, um das offizielle 25-jährige Jubiläumsfest des Partnerschaftsvertrages in Liepāja zu feiern.

Für Lettland stand noch ein anderes großes Ereignis bevor, auf das mit zahlreichen Plakaten hingewiesen wurde: Der Papstbesuch anlässlich des 100. Geburtstag des unabhängigen Staates. Am 18. November 1918 errangen die Letten nach jahrhundertelanger Fremdherrschaft durch Deutsche, Polen, Schweden und Russen zum ersten Mal ihre vollständige Unabhängigkeit. Dieses Ereignis heute in Freiheit feiern zu können, ist für das Land am nordöstlichen Rand der EU alles andere als eine Selbstverständlichkeit, litt es doch die Hälfte dieser 100 Jahre unter der Sowjetdiktatur. Einen Friedensmann wie Papst Franziskus in diesem Jubeljahr begrüßen zu dürfen, hat daher für das ganze Land einen hohen Stellenwert und das lettische Parlament hatte hierfür beschlossen, dass alle Letten einen Tag frei hatten, um sich Zeit für dieses Ereignis zu nehmen.

Am 17.09.2018 fuhr die Reisegruppe mit dem Bus weiter in Richtung Liepāja. Die Route führte über das Seebad Jurmala mit einem kurzen Zwischenstopp und Rundgang zum Meer. Dann ging es nach Kuldīga, 160 km von Riga entfernt, verbunden mit einer Stadtführung durch Ilga Prance-Hartinger, die für das HR-Fernsehen arbeitet und mit einem Bayern verheiratet ist. Kuldiga ist die älteste Stadt der Region Kurzeme und ist ein kleiner malerischer Ort, dem es bei der Stadtplanung gelungen ist, Altes zu erhalten und den Charme des Alten zu bewahren. Was alt ist, sieht auch alt aus.

Das haben schon einige Filmemacher erkannt und so diente das Städtchen schon einige Male als Drehorte für historische Filme (Effi Briest, Emil´s Streiche, Tilts (Brücke) u.a.m.). Viele Gebäude stammen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert. Der Beginn der Entwicklung des historischen Zentrums ist sogar auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen. Das Stadtzentrum beherbergt schmale Gassen, alte Holzhäuser und die versierte und nette Stadtführerin zeigte der Reisegruppe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Die ehemalige Synagoge, die heute die Stadtbibliothek ist, das 1860 errichtete Rathaus, das die Ortsmitte darstellt. Von dort ging es über die Baznicas iela zum ältesten erhaltenen Holzhaus, das 1670 errichtet wurde und mit zwei Freitreppen und dem Walmdach eine Attraktion von Kuldīga darstellt. Im Haus Nr. 10 befand sich im 18. Jahrhundert die Hausapotheke des Herzogs. Am Ende der Stadt liegt die Katharinenkirche. Die Kirche hat eine außergewöhnliche Akustik, was die Mitreisenden Irith Gabriely, Marion Seidel und Dagmar Lindenberg-Blöcker dazu nutzten ein „Ave Maria“ zu singen, das den Küster, die Stadtführerin und gesamte Reisegruppe zu Tränen rührte. Nach der eindrucksvollen Gesangseinlage ging es zu den Strom-
schnellen der Venta, Europas breitesten Wasserfall. Er ist zwar nur 2,50 hoch, aber 275 Meter breit. An dieser Stelle wurden viele Fotos geschossen, da die Landschaft mit dem Wasserfall sehr beeindruckend ist. Von dort ging es über eine Backsteinbrücke aus dem 19. Jahrhundert, die mit 164 Metern die längste mit dem Auto befahrbare Backsteinbrücke Europas ist, zurück zum Bus.
Die Fahrt nach Liepāja wurde fortgesetzt, wo die Reisegruppe am frühen Abend im Hotel Promenade eintraf. Da der Reiseplaner, der die Reise über mehr als Dreivierteljahr vorbereitete und plante, dann aber überraschend erkrankte und nicht mitfahren konnte, übernahmen die Vereins- und Vorstandsmitglieder, Waltraut von Tiesenhausen und Dagmar Metzger die offiziellen Termine in Liepāja. Es kam zu einem Treffen mit der Leiterin des Sozialdienstes der Stadt, um Gespräche über die Betreuung und Unterbringung von Kindern in Liepāja zu führen. Hier nahmen u.a. auch die Sozialdezernentin der Stadt Darmstadt, Barbara Akdeniz und Stadtrat Dr. Wolfgang Gehrke teil. Anschließend traf man sich mit dem Vizebürgermeister von Liepāja, Gunārs Ansiņš zu einem Mittagessen im Restaurant „Hot Potato“ und führte interessante Gespräche. Mit dabei war stets auch das Vorstandsmitglied, Imanta Molter, die übersetzte, da sie selbst aus Liepāja stammt und die Sprache hervorragend beherrscht. Während die anderen Teilnehmer eine deutschsprachige Stadtbesichtigung machten, bei herrlichem Wetter den 8 km langen Sandstrand an der Ostsee genossen, die Drei-faltigkeitskathedrale mit einer mit 7000 Orgelpfeifen größten Europas besichtigten, sich Mietfahrräder nahmen und die vielen netten Restaurants und Cafés aufsuchten, um bei herrlichem Sonnenschein das Flanieren der Passanten zu beobachten, ein Handwerkerhaus mit alten Traditionen des Blumenbindens, der Verarbeitung von Bernsteinschmuck und Kräutern, alter Schmiedekunst und traditioneller Schneider- und
Webkunst besuchten und dort auch die längste Bernsteinkette Lettlands mit 123 Metern bewundern konnten.

Waltraut von Tiesenhausen gratuliert der Leiterin der Initiative zur Rettung der Dreifaltigkeits-kathedrale, Kristine Liepa, zum Geburtstag.


Darmstadts Sozialdezernentin Barbara Akdeniz überreicht Tatjana Tarasova im Haus der Hoffnung ein Geschenk.

Die gesamte Reisegruppe besuchte dann zusammen das Haus der Hoffnung von Tatjana Tarasova, das seit einigen Jahren von der Initiative mit Spenden unterstützt wird. Das Haus der Hoffnung kümmert sich um ledige, alleinerziehende Müttern mit Kindern sowie um  Kinder und Jugendliche aus dem Hafengebiet "Karosta" und bietet eine Anlaufstation mit vielen Unterstützungsleistungen. Diese private Einrichtung wird mittlerweile auch von der Stadt unterstützt.
Am 19.09.2018 fanden der Empfang und die offizielle Verschwisterungsfeier zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft im neuen Konzerthaus „Großer Bernstein“ statt. Nach Reden des Vizebürgermeisters Gunārs Ansiņš, der Initiatorin und Wegbereiterin der Städtepartnerschaft, Waltraut von Tiesenhausen, die schon bei der Verschwisterung der beiden Städte im Jahr 1993 bei der Unterzeichnung durch den Alt-Oberbürgermeister, Günther Metzger und den damaligen Bürgermeister Imans Vismins, dabei war, und der heutigen Vorstandsvorsitzenden der Initiative, Dagmar Metzger wurden zahlreiche Mitglieder der Initiative für ihre Treue und Verbundenheit zu Liepaja durch den Vizebürgermeister mit einer Urkunde geehrt.



















Waltraut von Tiesenhausen zeigte Bilder aus den Anfängen bis heute.
Der ehemalige Bürgermeister Imans Vismins war mit seiner Frau anwesend. Im Anschluss folgte ein wunderschöner musikalischer Teil mit dem Symphonieorchester Liepājas, Irith Gabriely, The Queen of Klezmer, mit Klarinette und Klavierbegleitung durch Pianistin Natalja Zandmane, ein Gastgeschenk der Initiative, und dem Intis Chor mit der Dirigentin Ilze Valce.
Von links: Wolter von Tiesenhausen, Ingeborg Kniess, Irith Gabriely, Waltraut von Tiesenhausen und Dr. Hans-Joachim Landzettel.

Nach Beendigung des offiziellen Empfangs traf man sich auf Einladung der Stadt Liepāja im obersten Stock des Großen Bern-stein bei einem tollen Sonnenuntergang, Getränken und Büffet und vielen netten, anregenden Gesprächen mit Freundinnen und Freunden.
Am 20.09.2018 trafen sich alle in der frischrenovierten Aula des 1. Gymnasiums, um sich von der Musik von Irith Gabriely mit ihrer Klarinette und der Pianistin Natalja Zandmane noch einmal begeistern zu lassen. Es waren viele Gäste der Ankündigung „Virtuose Kammermusik vom Feinsten für Völkerverständigung, jüdische Komponisten treffen Johannes Brahms“ gefolgt und die Aula war voll.

Der Musikabend war auch deswegen so beeindruckend, weil die Initiative noch kurz vor der Abreise eine neue Pianistin suchen musste, da die eingeplante Pianistin aus privaten Gründen kurzfristig absagen musste. Es konnte ein mehr als adäquater Ersatz an der Musikhochschule in Riga mit Natalja Zandmane gefunden werden, die sich innerhalb von drei Tagen in die Noten, die sie von Irith Gabriely erhalten hatte, einarbeiten musste. Was angesichts der Komplexität der Stücke, die gespielt wurden sicher nicht einfach war. Beide Frauen harmonierten aber hervorragend und das Publikum war begeistert.
Zwei Besuchstermine ergaben sich spontan vor Ort am Freitag (21. September) durch die freundlichen Einladungen, das Waisenheim mit behinderten Jugendlichen und anschließend die jüdische Gemeinde zu besuchen.
Pünktlich um 10.00 Uhr stand der 2013 von der Darmstädter Initiative gespendete Bus vor unserem Hotel und lud uns als kleines Dankeschön ein, mit dem gepflegten Wagen einen kurzen Abstecher ans sonnenbeschienene  Meer zu machen. Dann jedoch erwarteten uns die zahlreichen Jugendlichen in ihrem Garten mit unterschiedlichen Aktivitäten, die sie auch mit ihren Rollstühlen bewältigten.

Ganz erstaunt und fröhlich wurden die Kinder, als Irith Gabriely sie mit ihren Klarinettenklängen in ihren Bann zog.

Auch der anschließende Besuch der jüdischen Gemeinde mit der langjährigen Vorsitzenden, Ilana Ivanova hatte viele ergreifende, aber auch heitere Momente, als wir alle zusammen spontan in den Gesang von Udo Grabow mit Klavier-begleitung durch Ilana einstimmten. Auch hier kam die jahrzehntelange Freundschaft und Ver-bundenheit zum Ausdruck.

Am Abschiedsabend im Hotel Promenade, an dem auch wieder viele Freundinnen und Freunde der Initiative teilnahmen, waren sich alle einig, dass diese Städtepartnerschaft etwas ganz Besonderes ist. Durch die regelmäßigen, gegenseitigen Besuche sind tiefe persönliche Beziehungen entstanden. Der Quantensprung von damals zu heute ist sichtbar. War einem die Stadt Liepāja vor 25 Jahren völlig unbekannt und fremd, ist sie heute mit Darmstadt fest verbunden und ans Herz gewachsen. Mehr als so manche andere Partnerschaftsstadt- was auch der 1996 gegründeten Initiative zu verdanken ist. Man sieht die Fortschritte und die Stadt, in der der Winde geboren wurde, wie Liepāja auch genannt wird, entwickelt sich zu einer attraktiven, moderne Stadt, so dass man sich schon auf künftige Reisen freut.

Waltraut von Tiesenhausen beim Abschiedsabend mit unserem langjährigen Freund und Direktor des Behinderteninternates Atis Brikmanis. Lebendige Geschichte unserer Initiative.
Bildnachweise: Stadt Liepaja (1), Peter Grasmück (20).


Liepaja-Darmstadt:

Über 560 Begegnungen mit über 2700 Menschen in 25 Jahren

Darmstädter Initiative richtete ein nachhaltiges Fest aus

Die Villa der Deutsch-Baltischen Gesellschaft bildete einen würdigen Rahmen für ein Partnerschaftsjubiläum der besonderen Art. Im April 1993 reiste eine große Gruppe mit engagierten Städtepartnerschaftsfreunden und Oberbürgermeister Günther Metzger ins bis dato bei vielen völlig unbekannte lettische Liepaja.
Schon vor der Wiedererlangung der Souveränität von der Sowjetunion hatte Waltraut von Tiesenhausen Hilfstransporte in die Ostseestadt geleitet. Sie war die Initiatorin der Jumelage und folgerichtig berichtete sie den zahlreichen Gästen von den heute skurril erscheinenden Begleitumständen der damaligen Zeit des Umbruchs. Sie zeigte Altenheime und Krankenzimmer in einem erbärmlichen Zustand. Es gelang ihr, die 6,5 Tonnen schwere Leninstatue aus Liepaja nach Deutschland zu bringen.
Daraus wurden etwa 500 handliche Leninglocken umgeschmolzen. Mit dem Erlös wurde Gutes in Liepaja getan. Auch die Schulbusspende aus dem Jahr 2013 entsprang Ihrem Elan und Zuversicht. Sie spornte immer wieder den Vorstand der Initiative zum Spendensammeln an, bis schließlich fast 60.000 Euro zusammen kamen.

Für viele war die Stelle der ersten Mondlandung von 1969 bekannter als Lettlands Hauptstadt Riga. Mit diesem Gefühl im Bauch landeten viele Darmstädter/innen damals
mit der Lufthansa in Riga. So ging es auch der Jazzband Sound Set `75, die jetzt als Revival-Band im Baltenhaus auftraten. Damals bekamen sie von hübschen Liepajanerinnen Blumen für ihre Musik auf den Stufen der Pädagogischen Akademie. Diese und weitere interessante Begebenheiten von damals baute die Vorsitzende Dagmar Metzger in ihre Begrüßung ein. Von der Stadt Darmstadt begrüßte Dagmar Metzger Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und Stadtrat Dr. Wolfgang Gehrke. In Vertretung der Botschafterin war der Wirtschaftsfachmann Kaspars Rozkalns gekommen. Besonders wurde auch die ehemalige Staatsministerin Ruth Wagner begrüßt.

Eingeladen war Tatjana Tarasova, die über die Arbeit für die Jugendlichen des alten Kriegshafens (Karosta) berichtete. Die Darmstädter Initiative für Liepaja hat dafür
ebenso gespendet, wie für das neue Projekt „Haus der Hoffnung“. In diesen Tagen hat die Initiative wieder 2.000,00 Euro dafür für den Ausbau des Hauses überwiesen,
in dem unter anderem alleinstehende Frauen ein Zuhause finden. Tatjanas Tochter Marija begleitete den Abend als Violin-Virtuosin. Überglücklich war Marija über eine
zweite Geige, die sie vom Ehepaar Crawack-Bönsel aus Ober Ramstadt geschenkt bekam. Mit ihrer Arbeit als Dolmetscherin ließ Taisija Hristolubova die Verschwisterung
beider Städte wieder aufleben.  Sie war damals Assistentin des Liepajaner Bürgermeisters Imans Vismins und war Hauptbetreuerin der Darmstädter/innen.

„25 Jahre gewachsene Freundschaft zwischen Liepaja und Darmstadt“ war das Motto des Abends. Das wurde statistisch unterstützt von Bernd Schäfer (zuständig bei der Stadt für die Städtepartnerschaften). Über 560 Begegnungen mit über 2700 Menschen gab es in den 25 Jahren der Partnerschaft. „Und daran hat die Darmstädter Initiative für Liepaja einen Löwenanteil“, meinte Vorsitzende Dagmar Metzger.


Oben links überreicht die Vorsitzende Dagmar Metzger (rechts) einen Blumenstrauß an die Initiatorin der Städtepartnerschaft Waltraut von Tiesenhausen für ihren wunderbaren und informativen Vortrag.
Oben rechts erläutert Tatjana Tarasova ihre Arbeit für die "Karosta Kids" und das neue "Haus der Hoffnung" in Liepaja. Links übersetzt Taisija Hristolubova wie vor 25 Jahren, als sie in gleicher Funktion für die Stadt Liepaja arbeitete.
Unten links spielt Marija Tarasova wunderbare Stücke auf ihrer Violine.
Das Bild unten rechts spiegelt den guten Besuch der Veranstaltung wider.


Ulrike Poth neue Schatzmeisterin



Einstimmig wurde die bisherige Beisitzerin Ulrike Poth zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Es war eine harmonische Jahreshauptversammlung mit Rückblick auf viele Hilfen und Ausblick auf die Feierlichkeiten zum Städtepartnerschaftsjubiläum.

Von links: Klaus Wieland (Geschäftsstelle), Beisitzerin Samantha Härter, Vorsitzende Dagmar Metzger, Schriftführerin Imanta Molter, die neue Schatzmeisterin Ulrike Poth, Ehrenvorstandsmitglied Waltraut von Tiesenhausen und Beisitzer Dr. Hans-Joachim Landzettel. Es fehlen krankheitsbedingt: Walter Schmidt und Horst A. Härter.



Wir gedenken

Dr. Inge Landzettel

* 13. Februar 1933  † 6. Oktober 2017


Dr. Inge Landzettel war viele Jahre unser Mitglied und zusammen mit ihrem Mann Hans-Joachim unsere Beraterin. Wir verdanken ihr viele Ratschläge bei der Umsetzung unserer Projekte.

Gemeinsam mit ihrem Mann nahm sie oft an unseren Vorstandssitzungen teil. Seit 2004 hat sie an fast allen Reisen nach Riga und Liepaja teilgenommen. Unsere Initiative dankt Dr. Inge Landzettel für ihre Mitarbeit.

In Gedanken sind wir bei ihrem Mann Dr. Hans-Joachim Landzettel und ihrer großen Familie.


Wir werden Dr. Inge Landzettel sehr vermissen.



Zwei Spezialtische für die Behindertentagesstätte

Seit 14 Jahren von uns geförderte vorbildliche Arbeit



Diese beiden stabilen Spezialtische mit Rundungen statt Ecken zur Vermeidung von Verletzungen konnten wir jetzt spenden. Unsere Verbindungen zum Behindertentageszentrum in der Breikša iela sind traditionell. 2003 arbeitete die damalige Leiterin Irita Intenberga eine Woche in der "Aumühle" in Darmstadt. Unter anderem hatten wir einen Kleinbus gespendet. Maija Agatina ist die jetzige Leiterin. Sie führt die hervorragende Arbeit ihrer Vorgängerinnen fort. Ihre Chefin ist Iveta Bartkeviča, Liepājas pilsētas domes, Sociālā dienesta direktore, die Sozialamtsleiterin der Stadt Liepāja. Mit Iveta arbeiten wir ebenfalls seit 14 Jahren sehr gut und freundschaftlich zusammen.


Viele wertvolle Sachen für die Behindertentagesstätte und Seniorenheim


Unsere Schriftführerin Imanta Molter brachte schöne Spiel- und Bastelsachen per Flugzeug nach Liepaja. Bereits 2016 hatten wir uns wieder der Behindertentagesstätte zugewandt. Der zweite Teil aus ihrem Reisegepäck ging an das Seniorenheim in der Ganibu iela.

Foto: Andris Gertsons



"Haus der Hoffnung" mit neuer Küche

Große Freude bei Tatjana Tarasova und ihren "Karosta Kids"



Tatjana Tarasova schreibt: Fortschritt im Haus der Hoffnung: Danke an die "Darmstädter Initiative für Liepaja" für die Hilfe!!! Im "Haus der Hoffnung" sind jetzt neue Küchenmöbel, neue Elektro-herde, Öfen, Kühlschränke und Geschirrspüler.

Siehe dazu den Pressebericht.


Kooperation mit dem Rotary Club



Fast zeitgleich hat der Rotary Club Liepaja diese Waschmaschine mit Trockner gespendet. Tatjana Tarasova ist überglücklich. Rechts Rotary-Präsident Zigurds Kirchner.

Foto: Andris Gertsons ("Kurzemes Vards," Tageszeitung "Kurländer Wort")



Versprochen ist versprochen:

Pavillon und Bänke wie neu im Seniorenzentrum Ganibu iela:





Eine zauberhafte Reise im Bilder-Zeitraffer


Zu Beginn und am Ende der Reise stand Lettlands Hauptstadt Riga. Oben der Rathausplatz mit der Petrikirche und dem Schwarzhäupterhaus, die Altstadt am Abend und der Dom. Unten die Gruppe im Gespräch mit dem deutschen Botschafter Rolf Schütte und der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema "Entwicklung Lettlands".



Oben: Die beiden Vizebürgermeister Gunārs Ansiņš und Vilnis Vitkovskis bereiteten uns einen freundschaftlichen Empfang. Der großartige Konzertsaal im "Lielais Dzintars", dem Großen Bernstein.



Spontan-Auftritt von unserem Mitglied und Sopranistin Dagmar Lindenberg-Blöcker im "Großen Bernstein" und ein fröhliches Gruppenbild.



Besuch in der Seniorenanlage in der Ganibu iela. Man bot uns ein reichhaltiges Programm. Die Stühle wurden von uns gespendet. Dagmar Metzger sagte spontan 900,00 Euro für die Reparatur eines Pavillons zu.



Höhepunkt war der Mittsommerabend im Süden Liepajas. Wir lernten Singen, Tanzen und das Flechten der Kränze für den Kopf. Herzlichen Dank an die Frauen des Psychologischen Familienzentrums Liepaja, die wir 2014 in Darmstadt betreuen konnten.

An diesen Abend werden wir noch lange denken!



Besuch bei Tatjana Tarasova in ihrem Jugendzentrum in der Karosta. Von links: Betreuerin Dana Stogina, Waltraut von Tiesenhausen, Tatjana Tarasova, Mathias und Dagmar Metzger, Samantha Härter, Klaus Wieland, Marija Tarasova und Gints Ročans. Wir sagten 5.000 Euro für eine Küche im neuen "Haus der Hoffnung" zu. Siehe dazu den Pressebericht.



Abschlussabend "20 Jahre Darmstädter Initiative für Liepaja" im Restaurant "Medus" mit lieben Gästen: Oben von links Vorsitzende Dagmar Metzger bei der Begrüßung, Sozialamtsleiterin Iveta Bartkeviča, Maija Agatina (Behindertentagesstätte), Tatjana Tarasova (Karosta-Kids) und Kristīne Liepa (Rotarier).

Unten von links: Waltraut von Tiesenhausen, Dagmar Metzger, Mathias Metzger, Natalja Vecvagare (Referentin für internationale Beziehungen und damit unsere immer nette "Verbindungsfreundin" zur Stadt Liepãja) und Klaus Wieland.


Wir danken allen lieben Freundinnen und Freunden in Liepãja, die geholfen haben, diese Reise zur schönsten zu machen, die es je gab!

Fotos : Peter Grasmück, Kristīne Liepa und Klaus Wieland

PRESSE


Superkonzert im Baltenhaus

Irith Gabriely und Irina Loskova begeisterten




Von links: Irina Loskova (Klavier), Dagmar Lindenberg-Blöcker (Kultur-Initiatorin des Baltenhauses), Dagmar Metzger (Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja) und Irith Gabriely (Klarinette)


„Queen of Klezmer trifft virtuose Prinzessin“ – Ein Teilnehmer am Konzert am vergangenen Samstag brachte es begeistert auf den Punkt. Das Haus der Deutsch-Balten wurde einmal mehr zum Kulturzentrum. Ein Gemeinschaftswerk der Sopranistin Dagmar Lindenberg-Blöcker, Christan Donath und seinem Team. Irith Gabriely bewies ihre Vielseitigkeit mit Jazzkompositionen von Benny Goodman neben Klezmer und Klassik. Wie musikalische Zwillinge passen sie zusammen – Irith Gabriely und die bezaubernde Pianistin Irina Loskova. Das fachkundige Publikum hatte dafür ein feines Gespür. Irina Loskova fühlt sich perfekt in alle Musikrichtungen ein. Beide arbeiten professionell zusammen.

Als Benefizkonzert für die „Darmstädter Initiative für Liepaja“ kam eine stattliche Summe zusammen. Der Verein wird den Erlös für die Jugendgruppe "Karosta Kids“ ausgeben. Die Karosta ist der alte Kriegshafen in Liepaja. Der Stadtteil leidet unter unvorstellbarer Armut. Die Vorsitzende Dagmar Metzger wird noch im Juni Gespräche mit der Leiterin der "Karosta Kids", Tatjana Tarasova in Liepaja führen.



Fitnessgeräte für die Karosta Kids

Dank via Facebook:
„Great Gift from Darmstädter Initiative für Liepaja“

"Many thanks to Darmstädter Initiative für Liepaja for the perfect gift for the
Karosta Kids youth center!"

Karosta-Kids: "Wir sind eine Organisation, wo man begabte Kinder mit problematischen Hintergründen findet. Dieses Jugendzentrum wurde vor Kurzem als eine der besten Organisationen in Liepaja gewählt. Wir arbeiten jeden Tag, um die Hoffnung zu erneuern, besser ins Leben zu kommen. Unser Traum ist es, eine Plattform für Familien, Kinder und Jugendliche in der Karosta zu werden, um den Kreislauf der Armut, soziale Diskriminierung und Mangel an Bildung zu durchbrechen. Wir sind große Fans von diesen Werten: Interkulturelle Verbindung, Freundschaft, die Fähigkeit, das Leben zu meistern, Bildung und Kreativität statt Kriminalität. Aus diesem Grund laden wir Sie ein, mit uns gemeinsam zu träumen!"

Eindrucksvoll: https://www.youtube.com/watch?v=faIw5rwsjpg. Welt ohne Krieg!



Zwei „NOVUSS-Tische“ für die Karosta-Kids


Nachmittags beim Novuss-Spiel im Jugendzentrum. Von links: Ilya Vasjutins, Eugene Lizunovs, Igor Rodeckis und Ilja Gluenkovs. Foto: Egons Zīverts (Zeitung „Kurzemes Vards“, „Kurländer Wort“)

Textauszüge aus der „Kurzemes Vards“ vom 24.11.2015:

Karosta Kids -Träume von jungen Menschen

 Junge Menschen aus der Organisation "Karosta Kids" sind bereits bei den Vorbereitungen für Weihnachtsgeschenke, die später zum Verteilen kommen. Nach eigenen Traditionen. "Eines unserer Ziele ist es, das Klischee, dass es in der Karosta keine talentierten, kreativen und ehrgeizigen junge Menschen gibt, zu brechen."
Für den Verein und das Jugendzentrum sagt die Leiterin Tatjana Tarasova: "Wir können beweisen, dass es so nicht ist. Die Frage ist, ob die Leute es sehen wollen."
 Vor ein paar Jahren wurde das Jugendzentrum in den Raum eingebunden - es wurde renoviert und alles ist gemütlich geworden. Im ersten Stock gibt es einen geräumigen Aufenthaltsraum, dann den Raum, in dem sich Sport und Musik abspielen, die Küche, der Abstellraum, wo die Nähmaschine steht. Tatjana muss gelegentlich unterbrechen, um ein Gespräch mit uns von der "Kurzemes Vards" zu führen, damit junge Menschen das Mittagessen und die Vorbereitung bewältigen - der Topf kocht mit Nudeln in einer Pfanne mit Hackfleisch.
 So sollen die jungen Menschen, auch Managementfähigkeiten lernen. Auch den Tisch zu säubern und das Geschirr selbst abzuwaschen. Nicht jeder hat eine Familie, in der man das lernt - sagt die Leiterin des Zentrums.
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NOVUSS ist ein billardähnliches Spiel. Das NOVUSS Spiel weist auch starke Ähnlichkeit mit Carrom auf. Der Ursprung von NOVUSS findet sich in Osteuropa und besonders in den baltischen Ländern.
Wir haben zwei Tische für insgesamt 900,00 Euro gespendet.




Knapp 5.000,00 Euro haben diese schönen Stapelstühle für den Gemeinschaftsraum im Seniorenheim in der Ganibu iela gekostet. Es sind einhundert Stück für diesen Veranstaltungsraum. Die Leiterin Diana Bikova sagt „liels paldies“ - herzlichen Dank an unsere Initiative für die Spende und wir danken unserer lieben Freundin und Sozialamtsleiterin von Liepaja, Iveta Bartkeviča, für die immer zuverlässige Vermittlungsarbeit.


Trauer um Jürgen Rittmannsperger

Gründer und Vorsitzender von 1996 bis 2004



Jürgen Rittmannsperger am 08.08.2015.

Er wäre im September 75 Jahre alt geworden.

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,
unser Gründungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender Jürgen Rittmannsperger ist von uns gegangen. Jürgen war von 1996 bis 2004 Vorsitzender der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.
Jürgen hat die Hilfen für die Teilsanierung der 5. Vidusskola (5. Mittelschule) und die vielen guten Projekte für das Behinderteninternat von Atis Brikmanis gemanagt.

Wir sind in Gedanken bei seiner Frau Gilla und seiner Familie. Jürgen war der weit über Darmstadts Grenzen hinaus bekannteste Architekt unserer Stadt. Sein Spezialgebiet waren Sanierungen, wie der „Goldne Löwe“. In Weimar und Erfurt hat unser Freund Jürgen Rittmannsperger dauerhafte Spuren hinterlassen. Hervorragend die Erneuerung des Pfälzer Städtchens Freinsheim.

Wir werden Jürgen mit seinem enormen Wissen und seinem netten Wesen nicht vergessen. Für uns gehört Jürgen zu den Vorbildern, denen wir viel verdanken.

Das Foto entstand bei seiner Rede anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Initiative im Jahr 2006.

Dagmar Metzger, Vorsitzende
Klaus Wieland, Geschäftsführer



Waltraut von Tiesenhausen einstimmig zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt!

Viele Jahre hat die Gründerin der Städtepartnerschaft Darmstadt-Liepaja in unserem Vorstand mitgewirkt und uns stets mit neuen guten Ideen versorgt.
Zum Dank dafür hat die Jahreshauptversammlung Waltraut von Tiesenhausen am 15. April 2015 zum Ehrenvorstandsmitglied einstimmig gewählt.
Bereits vor dem Untergang der Sowjetunion war sie mit Hilfstransporten in Lettland aktiv.
Trotz über zwei Stunden Fahrt vom rheinischen Meckenheim ins südhessische Darmstadt hat sie kaum eine Vorstandssitzung versäumt. Sie ist in jeder Hinsicht ein Vorbild für uns.





Marion Seidel (Sopran) und die Pianistin Irina Loskova boten ein erstklassiges Konzert. Unten rechts: Christian Donath (Organisator des Baltenhauses) Dagmar Lindenberg hat das Benefizkonzert organisiert, Dagmar Metzger (Vorsitzende der "Darmstädter Initiative für Liepaja") und Irina Loskova (von links nach rechts).


Goldener Sonntag im Baltenhaus

Marion Seidel und Irina Loskova begeisterten

Zu einem Benefizkonzert zugunsten von sozialen Einrichtungen in der lettischen Partnerstadt Liepaja hatte die Deutsch-Baltische Gesellschaft gemeinsam mit der Darmstädter Initiative für Liepaja am Sonntag (25.01.2015) eingeladen. Die Initiatorin und Moderatorin Dagmar Lindenberg hatte zwei hervorragende Künstler gewinnen können: Marion Seidel, geboren in Darmstadt und mittlerweile erfolgreiche Sopranistin und Irina Loskova, deutsche Pianistin russischer Abstammung.

LINK AUF DIE mit Fotos





Tatjana Tarasova ist die Seele und Initiatorin des großartigen Projektes für Kinder und Jugendliche im Problemgebiet Karosta. Dabei handelt es sich um den aus der Zarenzeit stammenden Kriegshafen. Zur Sowjetzeit lebten hier 27.000 Menschen, vor allem Soldaten mit ihren Familien. Heute sind es noch etwa 7.000 Einwohner, die zum größten Teil in sehr armen Verhältnissen leben. Wir haben das Projekt jetzt mit diesen Stühlen und einer wichtigen Videokamera gefördert. Die Gruppe um Tatjana ist noch im Umbruch und wir werden sie weiter unterstützen.
 Moments in Karosta-Kids:



1.870 Kilometer im Fahrradsattel nach Liepaja
SGA-Triathleten verbinden damit Hilfen für die Partnerstadt


Ankunft im Rathaus in Liepaja. Von links: Vizebürgermeister Vilnis Vitkovskis, Tatjana Tarasowa und Assistentin von den "Karosta-Kids", Direktor Gints Ročans von der 15. Mittelschule und SGA-Organisator Thomas Malauschek.

Foto: Natalja Vecvagare

Liepãja – Darmstadts besondere Partnerstadt
Ausstellung im Stadthaus würdigt 20 Jahre Freundschaft

Im April 1993 wurde die Partnerschaft mit Liepaja besiegelt. Damals noch eine Zeit des Umbruchs nach der Auflösung der Sowjetunion. Eine Darmstädter Delegation mit Flötentrio und Jazzband reiste in ein unbekanntes Land zur Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages. Liepaja war kurz vor der Wiedererlangung der Souveränität Lettlands noch eine „geschlossene Stadt.“ Viele aus der „Gründerzeit“ dieser Städtepartnerschaft waren bei der Ausstellungseröffnung im Stadthaus Frankfurter Straße 71 dabei.
„Der leider verstorbene Oberbürgermeister Günther Metzger war damals der Unterstützer meiner Idee,“ erinnert sich Waltraut von Tiesenhausen. Sie ist die Mutter der Städtepartnerschaft und die Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja Dagmar Metzger ergänzt mit einem Pressezitat: „Sie war eine energische Brautwerbin.“


Von links: Oberbürgermeister Jochen Partsch mit Enkel Emil, die Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja“ Dagmar Metzger, die Schatzmeisterin des Vereins Daniela Wagner und im Hintergrund der ehemalige Vorsitzende Walter Schmidt.


Die Ausstellung mit vielen Bildern und Erinnerungsstücken ist ein Gemeinschaftswerk des Amtes für Interkulturelles und Internationales und der Liepaja-Initiative. Oberbürgermeister Jochen Partsch, selbst Mitglied, lobte den Verein für seine besonderen Verdienste um die Städtepartnerschaft und die vielen sozialen Hilfsprojekte. „Hier erfährt man, wie Europa zusammenwächst, Städtepartnerschaft aus der Mitte der Bürgerschaft.“ Liepaja gehöre zur „2. Welle“ der Freundschaften Darmstadts mit dem Blickpunkt Osteuropa. Damit habe Darmstadt einen Beitrag zur Versöhnung geleistet. Motor der Begegnungen sei vor allem auf sozialem Gebiet die Initiative. „Das war und ist erlebbare Völkerverständigung,“ so der Oberbürgermeister.

Dagmar Metzger gab einen Überblick über die Geschichte des Vereins. Einige Gründungsmitglieder waren bei der Ausstellungseröffnung dabei, unter anderem Jürgen Rittmannsperger, der Gründungsvorsitzende. Die Initiative unterstützte Schulen und Behinderteneinrichtungen. Man begann mit der 5. Mittelschule (hier Gymnasium), dort wurde die deutsche Sprache gelehrt. Schlüsselerlebnis war der Besuch einer Delegation im Behinderteninternat. „Die meisten traten damals der Initiative bei,“ erinnert sich der zweite Vorsitzende Klaus Wieland. Fenster und Toiletten wurden erneuert. Hinzu kam eine Behindertentagesstätte. Man finanzierte den Aufenthalt und betreute Lehrpersonal und Eltern in Darmstadt bei Seminaren. Die 15. Mittelschule am Rande eines Problemgebietes kam später hinzu. Neben vielen kleineren Hilfen erneuerte man durch die Initiative den Gymnastikraum und spendete eine komplette Lehrküche. „Absoluter Höhepunkt,“ so Dagmar Metzger weiter, „war die Lieferung eines neuen Schulbusses für knapp 60.000 Euro an das Waisenhaus im November 2013."

Die Initiative als Bindeglied
„Die Darmstädter Initiative für Liepaja“ versteht sich als Bindeglied zwischen den Partnerstädten,“ Dagmar Metzger hob damit unter anderem Organisationshilfen für Reisen nach Liepaja hervor. Für die Rettung der barocken Dreifaltigkeitskathedrale gab man gute Ratschläge, zum Beispiel zur Finanzierung über die EU. Aktuell sind Paletten mit Venenverweilkanülen auf dem Weg. Eine Spende des Klinikums Darmstadt an das Regionalkrankenhaus Liepaja. Die Transportkosten übernimmt die Initiative. Die Vorsitzende dankte allen Spenderinnen und Spendern und nannte stellvertretend für alle die HSE- und Daimlerstiftung, die Sparkasse Darmstadt, Children for a better world, den Lions-Club und die Rotarier. Die Ausstellung ist noch bis zum 5. März geöffnet.




Presseinformation:

„Wir sind sehr stolz, dass Liepaja so gute Freunde hat!“

Waisenhaus-Schulbus in der Partnerstadt eingetroffen

„Zwei Jahre brauchten wir, um das zuerst für uns unglaubliche Projekt zu verwirklichen“ bei Dagmar Metzger, Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja“, schwingt Stolz auf die gemeinsame Leistung des sozialen Hilfsvereins für Darmstadts lettische Partnerstadt in der Stimme.
Geboren wurde die nagelneue Schulbusspende auf der Mathildenhöhe. Vertreterinnen des Liepajaner Waisenhauses waren zum 1. Europäischen Freiwilligentag nach Darmstadt gekommen und erzählten vom völlig desolaten alten Schulbus. „Wir müssen für viel Geld einen Bus mieten, das schmälert unser schmales Budget,“ sagte damals die Leiterin Dr. Vita Kadike. „Wegen der hohen Summe war unser Vorstand skeptisch, ein gebrauchter Bus wurde verworfen. Unsere „Superoptimistin“ und Begründerin der Städtepartnerschaft Waltraut  von Tiesenhausen, setzte sich im Vorstand und in der Mitgliedschaft für das Projekt immer mehr durch,“ sagt Geschäftsführer Klaus Wieland, der mit Waltraut von Tiesenhausen, dem Ehepaar Ursula und Dieter Hübner  und seiner Frau Annegret in Liepaja bei der feierlichen Busübergabe dabei war.


Waltraut von Tiesenhausen durchschneidet das Band und übergibt symbolisch den neuen Schulbus an das Waisenhaus. Rechts
neben ihr Vizebürgermeister Gunars Ansins.


Privatleute sammelten bei Geburtstagen, viele Deutsch-Balten machten das Portemonnaie weit auf. Hinzu kamen Spender wie die Sparkasse Darmstadt, die HSE-Stiftung, der Lions-Club, die Daimler-Stiftung und „Children for a better world“. Bei der feierlichen Busübergabe führten die schwer bis schwerst behinderten Kinder und Jugendliche Tänze, Kleinkunsttheater und Musikstücke auf. Besonders  der 10-jährige Edgars, dem genetische bedingt die Knochen nur mangelhaft nachwachsen, rührte viele zu feuchten Augen. Aus ihm strahlte bei seiner Musik Lebensfreude.  

Die Karosta ist Liepajas alter Kriegshafen aus der Zarenzeit und war in der Sowjetzeit auf über 27.000 Soldaten mit Familien angewachsen. Heute leben dort noch 7.000 Menschen, zum größten Teil russischer Abstammung und in sehr armen Verhältnissen. Die Darmstädter Delegation besuchte dort eine Initiative für Arbeitslose und für Kinder aus dem Gebiet. „Wir denken zur Zeit über eine Förderung nach,“ Waltraut von Tiesenhausen schaut damit wieder nach vorne, denn es gibt sehr viele Stellen in Liepaja, die Hilfe brauchen. Neue Probleme wird der seit kurzem insolvente Metallbetrieb mit 2.300 Arbeitsplätzen aufwerfen.

Die Darmstädter brachten auch gute Nachrichten mit. Die Fundamente der barocken Dreifaltigkeitskathedrale werden mit „Injektionsbeton“ stabilisiert und das Dach ist winterfest erneuert worden. Einer Bürgerinitiative ist es gelungen mit Komplementärmitteln EU-Gelder für das Gotteshaus zu bekommen. An der 15. Mittelschule (hier Gymnasium) wurde eine von der Stadt Darmstadt gespendete Eiche gepflanzt, die im Bus mittransportiert wurde. 35 Küchenstühle für die Behindertentagesstätte und eine Menge Material für die Mensa der 15. Mittelschule rundeten das Spendenbild der Darmstädter Gruppe ab.

Link auf:
Fotogalerie Schulbusübergabe 2013



Presseinformation:

Der Schulbus für das Waisenhaus in Liepaja kann bestellt werden

Initiative erinnert mit drei Oberbürgermeistern an 20 Jahre Städtepartnerschaft

„Kurz vorher war Liepaja noch eine verbotene Stadt.“ Alt-Oberbürgermeister Günther Metzger unterzeichnete vor 20 Jahren den Partnerschaftsvertrag mit der lettischen Ostseestadt und erinnerte an die völlig maroden Kriegsschiffe der Sowjetarmee im Hafen.
Initiatorin der Jumelage war damals Waltraut von Tiesenhausen. Beide waren Gäste einer Feierstunde der „Darmstädter Initiative für Liepaja.“ Im würdigen Rahmen in der Villa der Deutsch-Baltischen Gesellschaft am Herdweg hatte man alle vier Oberbürgermeister seit 1993 eingeladen und drei kamen: Neben Günther Metzger und Walter Hoffmann ließ es sich der amtierende Oberbürgermeister Jochen Partsch nicht nehmen, an die bewegten Zeiten zu erinnern. Er selbst ist zusammen mit seiner Frau, der Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner, seit vielen Jahren Mitglied der Initiative und war mehrmals in Liepaja.

Weiterer Anlass der gelungenen Veranstaltung war die Übergabe von zwei Spenden. Je 5.000 Euro übergaben Alt-Landrat Alfred Jakoubek für die Stiftung der HSE und Stadtrat Dr. Wolfgang Gehrke für den Lions Club. Beide erinnerten daran, dass die Darmstädter Initiative hohen Anteil an der lebendigen Städtepartnerschaft hat. „Rund 2.500 Euro fehlen noch und wir sind am Ziel,“ sagte die Vorsitzende der Initiative Dagmar Metzger. „Der Schulbus für das Waisenhaus mit seinen schwerst behinderten Kindern und Jugendlichen kann jetzt bestellt werden.“ Die anschließende Jahreshauptversammlung billigte einstimmig den fehlenden Zuschuss aus der Vereinskasse. Dagmar Metzger: „Wir sind ganz besonders stolz auf diese Leistung, denn der 22-sitzige Schulbus wird immerhin knapp 60.000 Euro kosten.“ Sie dankte damit auch dem anwesenden Vertreter der baltischen Ritterschaften, Götz von der Ropp für den hohen Spendenbeitrag. Dazu ergänzt Klaus Wieland, der die Geschäfte des Vereins leitet: „Neben der enormen Spendenbereitschaft von Einzelpersonen erwähnen wir die Sparkasse Darmstadt, die Daimler AG, Pfarrer Schröder mit der Organisation „Children for a better world“ und die Ritterschaft Bremen. Allen sagen wir herzlichen Dank!“ „In unserem Vorstand sind wir alle Optimisten aber mit Waltraut von Tiesenhausen haben wir eine Super-Optimistin, die uns immer wieder angetrieben hat und überall neue Spender fand,“ Dagmar Metzger sagt dies mit Dankbarkeit im Namen des gesamten Vereins. Nach etwa drei Monaten Lieferzeit wird der Bus im Herbst  über Darmstadt mit Zuladung von Hilfsgütern und Begleitpersonen nach Liepaja gefahren. Das Mitglied Georg Büttner hat das kostenfreie Aufbringen des Logos der Initiative in seiner Lackierwerkstatt auf den Bus zugesagt.


Schon jetzt ein historisches Foto im Haus der Deutsch-Balten:
Gründervater, eine Gründermutter und „Kinder“ der 20-jährigen Städtepartnerschaft Darmstadt mit Liepaja in Lettland. Der „Darmstädter Initiative für Liepaja“ gelang es, drei der vier Oberbürgermeister seit 1993 und die Gründerin der Städtepartnerschaft Waltraut von Tiesenhausen in eine besondere Feier zu holen. Von links: Der amtierende Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Vorsitzende der Initiative Dagmar Metzger, der Oberbürgermeister von 1993 Günther Metzger, Waltraut von Tiesenhausen und Alt-Oberbürgermeister Walter Hoffmann.



Zum 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft am 24. April 2013 erreichte uns dieses Schreiben der Stadt Liepaja:


Lieber Herr Partsch!
Liebe Frau Metzger!

Liebe Mitglieder der Stiftung "Darmstädter Initiative für Liepaja"
und Bürger von Darmstadt!

Heute feiern wir 20 Jahre Freundschaft zwischen unseren Städten. 20 Jahre vielseitige und erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen von Projekten mit Austausch, Ausflügen, Besichtigungen und vielen anderen Aktivitäten zur Stärkung unserer Beziehungen. Dies ist ein bedeutender Meilenstein, und jetzt können wir zurückblicken auf Erfolge und neue Ziele für die Zukunft.


Im Laufe der Jahre haben idealistische und großzügige Menschen in Darmstadt an der Entwicklung teilgenommen und prägen das Bild von Liepaja. Unsere Gesellschaft - Schulen, soziale Einrichtungen und andere Organisationen – haben eine unschätzbare Unterstützung durch die Stiftung "Darmstädter Initiative für Liepaja" erhalten, die ein integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft ist. Dank des Engagements und der Begeisterung seiner Mitglieder sind viele Träume und Pläne der Bürger in Liepaja erfüllt worden. Zusätzlichen Dank senden wir an die Vertreter der lokalen Regierung Darmstadts, ohne die, die vielen Ideen nicht möglich gewesen wären, durchzuführen.

Vor 20 Jahren unterzeichneten unsere Bürgermeister die Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt und Liepaja, um mit der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu beginnen. Und in der Tat, wenn wir auf diese Jahre zurückblicken, können wir zahlreich erfolgreich umgesetzte Projekte nicht nur im Kultur- und Bildungsbereich sehen, sondern auch im Sport. Wir erhielten soziale Unterstützung und tauschten Erfahrungen aus. Die glücklichen Gesichter der Kinder aus unseren Schulen und sozialen Einrichtungen sind weithin ein sichtbarer Beweis unserer erfolgreichen Zusammenarbeit. Wir sind dankbar für Ihren Beitrag für unsere Stadt und glauben, dass es in den nächsten 20 Jahren so positiv in der Entwicklung zwischen Liepaja und Darmstadt weitergeht. Wir hoffen auch, dass einige der jüngsten Aktivitäten wie zum Beispiel Darmstadts Europäischer Tag der Freiwilligentätigkeit sich wiederholt und zur Tradition wird.

Wir wünschen uns weiterhin eine fruchtbare Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre und freuen uns auf die weiteren Kontakte zwischen unseren beiden Städten.


Mit freundlichen Grüßen
Uldis Sesks
Bürgermeister


Silva Golde
stellvertr. Bürgermeisterin

Gunãrs Ansiņš
stellvertr. Bürgermeister

Liepaja, 24. April 2013

Pressemitteilung


Unser Vorstand stellt sich vor:

Darmstädter Initiative: "Liepaja mit Herz und Verstand"
Denkwürdige Gruppenreise im August 2012

"Willkommen im Team", Direktor Gints Rocans von der 15. Mittelschule in Liepaja überreichte mit diesen Worten der Vorsitzenden der "Darmstädter Initiative für Liepaja" Dagmar Metzger das Trikot seiner Schule. Die Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal präsentierten den Darmstädtern ein buntes Kaleidoskop der Leistungsfähigkeit dieser vorbildlichen Schule. Dabei standen die von der Initiative geförderten Projekte im Vordergrund: Musik mit den Orffschen Instrumenten,  der Gymnastikraum und die schöne Lehrküche. "Wir haben in unserer Schwesterstadt Liepaja sehr viel Herzlichkeit empfangen," Dagmar Metzger und die mitgereisten Darmstädterinnen und Darmstädter wie Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner und der ehemalige Stadtrat Dr. Dierk Molter pflichteten ihr bei.

Zum Mitmusizieren wurden die Liepaja-Besucherinnen und Besucher in der 15. Mittelschule animiert. Von links:
Annegret Wieland, Ursula Molter, Daniela Wagner MdB, Oberbürgermeister Jochen Partsch, Mathias Metzger und die Vorsitzende der "Darmstädter Initiative für Liepaja", Dagmar Metzger.

Mindestens 20.000 Euro fehlen für den Schulbus
Unter die Haut ging der Besuch beim Waisenhaus mit über 100 behinderten Kindern und Jugendlichen. Der Gruppe wurde ein Programm geboten, das den behinderten jungen Menschen Selbstbewusstsein gab. Die Leiterin des Waisenhauses Dr. Vita Kadike war 2011 beim 1. Europäischen Freiwilligentag mit ihrer Assistentin in Darmstadt und nahm sich damals ein Herz und bat um Hilfe. Man benötigte Ersatz für den schrottreifen Schulbus. Jetzt muss man über 13.000 Euro im Jahr Miete für einen Leihbus bezahlen. Geld, das durch die Budgetierung für Kleidung und vor allem für das Essen fehlt. Die Initiative hat spontan 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darmstädter private Sponsoren, u.a. die HSE-Stiftung, Sparkasse, Children for a better world und eine Deutsch-Baltische Stiftung haben gespendet. "Wir werden darüber im Einzelnen berichten, wenn das Projekt abgeschlossen ist,"_  so Dagmar Metzger. Inzwischen hat man 34.000 Euro zusammen und es fehlen noch mindestens 20.000 Euro, wenn man dem Beispiel eines gebrauchten Heckniederflurbusses , der im Internet angeboten wird, folgt.


Schwer behinderte Kinder des Waisenhauses machten für uns eine Vorführung

Herzlicher Empfang der Stadt Liepaja
Bürgermeister Uldis Sesks empfing die Gruppe im Rathaus und wurde mit Beifall begrüßt. Hier zeigte sich die über viele Jahre andauernde Freundschaft, die auch Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch unterstrich. Von der Initiative bekam Liepajas Bürgermeister und seine Stellvertreterin Silva Golde  einen Bildband mit der Chronik seit Gründung der Partnerschaft im Jahr 1993 und Gründung der Initiative 1996 überreicht. Eingangs spielten die Unterzeichner des Vertrages, die damaligen Stadtoberhäupter Günther Metzger und Imants Vismins eine Rolle. Viele Begegnungen sind in dem Buch dokumentiert. Die Initiative hat nicht nur Schulen und sozialen Einrichtungen geholfen, sie hat auch die Menschen in Darmstadt und Liepaja zusammengeführt, wie nicht zuletzt diese 25-köpfige Gruppenreise beweist. So wundert es nicht, dass der Verein vermittelnd bei einem Austausch Jugendlicher und Kinder aktiv ist. Dagmar Metzger: "Der Abschlussabend offenbarte  unsere auf ein einiges Europa basierende Freundschaft."_ Ein Mitglied der Initiative war aus Österreich angereist und Gäste aus Litauen, die man durch die Abstecher auf die Kurische Nehrung kennt, waren anwesend. Besonders freute man sich über die beiden Chorleiterinnen Ilze Valce und Mirdza Paipare, die 2005 und 2009 ein Benefizkonzert zugunsten der Vereinskasse organisiert hatten. Auch hier bahnen sich neue und erneuerte Begegnungen in Darmstadt an.

Im Stadtbild waren bis vor zwei Jahren Fahrräder Mangelware. Das hat sich grundlegend geändert. Begeistert waren die Darmstädterinnen und Darmstädter von den von Kunststudenten kreierten Fahrradständern. Vielleicht werden sie bald in Darmstadt zu sehen sein? Jedenfalls inspirierte es Jochen Partsch und andere zu einer Radtour mit einem Liepajaner Stadtplaner. Im südlichen Wohngebiet konnte man die Baustelle der Verlängerung der Straßenbahn besichtigen, an der Planung hat auch die Fachhochschule Darmstadt mitgewirkt. 15 Kilometer ging es durch neue und alte Stadtgebiete. Inzwischen trägt die seit 2004 bestehende EU-Mitgliedschaft Früchte. Viele Schulen wurden renoviert. "Zum Glück gibts hier nicht die bei uns üblichen Schmierereien," meinte ein Teilnehmer.


Die Vorsitzende der "Darmstädter Initiative für Liepaja" Dagmar Metzger (rechts) im Gespräch mit Bürgermeister Uldis Sesks und seiner Referentin Natalja Vecvagare.

 
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