Darmstädter Initiative für Liepaja

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1.870 Kilometer im Fahrradsattel nach Liepaja
SGA-Triathleten verbinden damit Hilfen für die Partnerstadt


Ankunft im Rathaus in Liepaja. Von links: Vizebürgermeister Vilnis Vitkovskis, Tatjana Tarasowa und Assistentin von den "Karosta-Kids", Direktor Gints Ročans von der 15. Mittelschule und SGA-Organisator Thomas Malauschek.
Foto: Natalja Vecvagare




Jahreshauptversammlung ergab neues Vorstandsmitglied
Architektin Ulrike Poth einstimmig gewählt


Von links: Schatzmeisterin Daniela Wagner, Vorsitzende Dagmar Metzger und Ulrike Poth


Liepãja – Darmstadts besondere Partnerstadt
Ausstellung im Stadthaus würdigt 20 Jahre Freundschaft

Im April 1993 wurde die Partnerschaft mit Liepaja besiegelt. Damals noch eine Zeit des Umbruchs nach der Auflösung der Sowjetunion. Eine Darmstädter Delegation mit Flötentrio und Jazzband reiste in ein unbekanntes Land zur Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages. Liepaja war kurz vor der Wiedererlangung der Souveränität Lettlands noch eine „geschlossene Stadt.“ Viele aus der „Gründerzeit“ dieser Städtepartnerschaft waren bei der Ausstellungseröffnung im Stadthaus Frankfurter Straße 71 dabei.
„Der leider verstorbene Oberbürgermeister Günther Metzger war damals der Unterstützer meiner Idee,“ erinnert sich Waltraut von Tiesenhausen. Sie ist die Mutter der Städtepartnerschaft und die Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja Dagmar Metzger ergänzt mit einem Pressezitat: „Sie war eine energische Brautwerbin.“


Von links: Oberbürgermeister Jochen Partsch mit Enkel Emil, die Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja“ Dagmar Metzger, die Schatzmeisterin des Vereins Daniela Wagner und im Hintergrund der
ehemalige Vorsitzende Walter Schmidt.


Die Ausstellung mit vielen Bildern und Erinnerungsstücken ist ein Gemeinschaftswerk des Amtes für Interkulturelles und Internationales und der Liepaja-Initiative. Oberbürgermeister Jochen Partsch, selbst Mitglied, lobte den Verein für seine besonderen Verdienste um die Städtepartnerschaft und die vielen sozialen Hilfsprojekte. „Hier erfährt man, wie Europa zusammenwächst, Städtepartnerschaft aus der Mitte der Bürgerschaft.“ Liepaja gehöre zur „2. Welle“ der Freundschaften Darmstadts mit dem Blickpunkt Osteuropa. Damit habe Darmstadt einen Beitrag zur Versöhnung geleistet. Motor der Begegnungen sei vor allem auf sozialem Gebiet die Initiative. „Das war und ist erlebbare Völkerverständigung,“ so der Oberbürgermeister.

Dagmar Metzger gab einen Überblick über die Geschichte des Vereins. Einige Gründungsmitglieder waren bei der Ausstellungseröffnung dabei, unter anderem Jürgen Rittmannsperger, der Gründungsvorsitzende. Die Initiative unterstützte Schulen und Behinderteneinrichtungen. Man begann mit der 5. Mittelschule (hier Gymnasium), dort wurde die deutsche Sprache gelehrt. Schlüsselerlebnis war der Besuch einer Delegation im Behinderteninternat. „Die meisten traten damals der Initiative bei,“ erinnert sich der zweite Vorsitzende Klaus Wieland. Fenster und Toiletten wurden erneuert. Hinzu kam eine Behindertentagesstätte. Man finanzierte den Aufenthalt und betreute Lehrpersonal und Eltern in Darmstadt bei Seminaren. Die 15. Mittelschule am Rande eines Problemgebietes kam später hinzu. Neben vielen kleineren Hilfen erneuerte man durch die Initiative den Gymnastikraum und spendete eine komplette Lehrküche. „Absoluter Höhepunkt,“ so Dagmar Metzger weiter, „war die Lieferung eines neuen Schulbusses für knapp 60.000 Euro an das Waisenhaus im November 2013."

Die Initiative als Bindeglied
„Die Darmstädter Initiative für Liepaja“ versteht sich als Bindeglied zwischen den Partnerstädten,“ Dagmar Metzger hob damit unter anderem Organisationshilfen für Reisen nach Liepaja hervor. Für die Rettung der barocken Dreifaltigkeitskathedrale gab man gute Ratschläge, zum Beispiel zur Finanzierung über die EU. Aktuell sind Paletten mit Venenverweilkanülen auf dem Weg. Eine Spende des Klinikums Darmstadt an das Regionalkrankenhaus Liepaja. Die Transportkosten übernimmt die Initiative. Die Vorsitzende dankte allen Spenderinnen und Spendern und nannte stellvertretend für alle die HSE- und Daimlerstiftung, die Sparkasse Darmstadt, Children for a better world, den Lions-Club und die Rotarier. Die Ausstellung ist noch bis zum 5. März geöffnet.








Presseinformation:

„Wir sind sehr stolz, dass Liepaja so gute Freunde hat!“

Waisenhaus-Schulbus in der Partnerstadt eingetroffen

„Zwei Jahre brauchten wir, um das zuerst für uns unglaubliche Projekt zu verwirklichen“ bei Dagmar Metzger, Vorsitzende der „Darmstädter Initiative für Liepaja“, schwingt Stolz auf die gemeinsame Leistung des sozialen Hilfsvereins für Darmstadts lettische Partnerstadt in der Stimme.
Geboren wurde die nagelneue Schulbusspende auf der Mathildenhöhe. Vertreterinnen des Liepajaner Waisenhauses waren zum 1. Europäischen Freiwilligentag nach Darmstadt gekommen und erzählten vom völlig desolaten alten Schulbus. „Wir müssen für viel Geld einen Bus mieten, das schmälert unser schmales Budget,“ sagte damals die Leiterin Dr. Vita Kadike. „Wegen der hohen Summe war unser Vorstand skeptisch, ein gebrauchter Bus wurde verworfen. Unsere „Superoptimistin“ und Begründerin der Städtepartnerschaft Waltraut  von Tiesenhausen, setzte sich im Vorstand und in der Mitgliedschaft für das Projekt immer mehr durch,“ sagt Geschäftsführer Klaus Wieland, der mit Waltraut von Tiesenhausen, dem Ehepaar Ursula und Dieter Hübner  und seiner Frau Annegret in Liepaja bei der feierlichen Busübergabe dabei war.


Waltraut von Tiesenhausen durchschneidet das Band und übergibt symbolisch den neuen Schulbus an das Waisenhaus. Rechts
neben ihr Vizebürgermeister Gunars Ansins.


Privatleute sammelten bei Geburtstagen, viele Deutsch-Balten machten das Portemonnaie weit auf. Hinzu kamen Spender wie die Sparkasse Darmstadt, die HSE-Stiftung, der Lions-Club, die Daimler-Stiftung und „Children for a better world“. Bei der feierlichen Busübergabe führten die schwer bis schwerst behinderten Kinder und Jugendliche Tänze, Kleinkunsttheater und Musikstücke auf. Besonders  der 10-jährige Edgars, dem genetische bedingt die Knochen nur mangelhaft nachwachsen, rührte viele zu feuchten Augen. Aus ihm strahlte bei seiner Musik Lebensfreude.  

Die Karosta ist Liepajas alter Kriegshafen aus der Zarenzeit und war in der Sowjetzeit auf über 27.000 Soldaten mit Familien angewachsen. Heute leben dort noch 7.000 Menschen, zum größten Teil russischer Abstammung und in sehr armen Verhältnissen. Die Darmstädter Delegation besuchte dort eine Initiative für Arbeitslose und für Kinder aus dem Gebiet. „Wir denken zur Zeit über eine Förderung nach,“ Waltraut von Tiesenhausen schaut damit wieder nach vorne, denn es gibt sehr viele Stellen in Liepaja, die Hilfe brauchen. Neue Probleme wird der seit kurzem insolvente Metallbetrieb mit 2.300 Arbeitsplätzen aufwerfen.

Die Darmstädter brachten auch gute Nachrichten mit. Die Fundamente der barocken Dreifaltigkeitskathedrale werden mit „Injektionsbeton“ stabilisiert und das Dach ist winterfest erneuert worden. Einer Bürgerinitiative ist es gelungen mit Komplementärmitteln EU-Gelder für das Gotteshaus zu bekommen. An der 15. Mittelschule (hier Gymnasium) wurde eine von der Stadt Darmstadt gespendete Eiche gepflanzt, die im Bus mittransportiert wurde. 35 Küchenstühle für die Behindertentagesstätte und eine Menge Material für die Mensa der 15. Mittelschule rundeten das Spendenbild der Darmstädter Gruppe ab.

Link auf:
Fotogalerie Schulbusübergabe 2013




Presseinformation:

Der Schulbus für das Waisenhaus in Liepaja kann bestellt werden

Initiative erinnert mit drei Oberbürgermeistern an 20 Jahre Städtepartnerschaft

„Kurz vorher war Liepaja noch eine verbotene Stadt.“ Alt-Oberbürgermeister Günther Metzger unterzeichnete vor 20 Jahren den Partnerschaftsvertrag mit der lettischen Ostseestadt und erinnerte an die völlig maroden Kriegsschiffe der Sowjetarmee im Hafen.
Initiatorin der Jumelage war damals Waltraut von Tiesenhausen. Beide waren Gäste einer Feierstunde der „Darmstädter Initiative für Liepaja.“ Im würdigen Rahmen in der Villa der Deutsch-Baltischen Gesellschaft am Herdweg hatte man alle vier Oberbürgermeister seit 1993 eingeladen und drei kamen: Neben Günther Metzger und Walter Hoffmann ließ es sich der amtierende Oberbürgermeister Jochen Partsch nicht nehmen, an die bewegten Zeiten zu erinnern. Er selbst ist zusammen mit seiner Frau, der Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner, seit vielen Jahren Mitglied der Initiative und war mehrmals in Liepaja.

Weiterer Anlass der gelungenen Veranstaltung war die Übergabe von zwei Spenden. Je 5.000 Euro übergaben Alt-Landrat Alfred Jakoubek für die Stiftung der HSE und Stadtrat Dr. Wolfgang Gehrke für den Lions Club. Beide erinnerten daran, dass die Darmstädter Initiative hohen Anteil an der lebendigen Städtepartnerschaft hat. „Rund 2.500 Euro fehlen noch und wir sind am Ziel,“ sagte die Vorsitzende der Initiative Dagmar Metzger. „Der Schulbus für das Waisenhaus mit seinen schwerst behinderten Kindern und Jugendlichen kann jetzt bestellt werden.“ Die anschließende Jahreshauptversammlung billigte einstimmig den fehlenden Zuschuss aus der Vereinskasse. Dagmar Metzger: „Wir sind ganz besonders stolz auf diese Leistung, denn der 22-sitzige Schulbus wird immerhin knapp 60.000 Euro kosten.“ Sie dankte damit auch dem anwesenden Vertreter der baltischen Ritterschaften, Götz von der Ropp für den hohen Spendenbeitrag. Dazu ergänzt Klaus Wieland, der die Geschäfte des Vereins leitet: „Neben der enormen Spendenbereitschaft von Einzelpersonen erwähnen wir die Sparkasse Darmstadt, die Daimler AG, Pfarrer Schröder mit der Organisation „Children for a better world“ und die Ritterschaft Bremen. Allen sagen wir herzlichen Dank!“ „In unserem Vorstand sind wir alle Optimisten aber mit Waltraut von Tiesenhausen haben wir eine Super-Optimistin, die uns immer wieder angetrieben hat und überall neue Spender fand,“ Dagmar Metzger sagt dies mit Dankbarkeit im Namen des gesamten Vereins. Nach etwa drei Monaten Lieferzeit wird der Bus im Herbst  über Darmstadt mit Zuladung von Hilfsgütern und Begleitpersonen nach Liepaja gefahren. Das Mitglied Georg Büttner hat das kostenfreie Aufbringen des Logos der Initiative in seiner Lackierwerkstatt auf den Bus zugesagt.


Schon jetzt ein historisches Foto im Haus der Deutsch-Balten:
Gründervater, eine Gründermutter und „Kinder“ der 20-jährigen Städtepartnerschaft Darmstadt mit Liepaja in Lettland. Der „Darmstädter Initiative für Liepaja“ gelang es, drei der vier Oberbürgermeister seit 1993 und die Gründerin der Städtepartnerschaft Waltraut von Tiesenhausen in eine besondere Feier zu holen. Von links: Der amtierende Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Vorsitzende der Initiative Dagmar Metzger, der Oberbürgermeister von 1993 Günther Metzger, Waltraut von Tiesenhausen und Alt-Oberbürgermeister Walter Hoffmann.



Zum 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft am 24. April 2013 erreichte uns dieses Schreiben der Stadt Liepaja:


Lieber Herr Partsch!
Liebe Frau Metzger!

Liebe Mitglieder der Stiftung "Darmstädter Initiative für Liepaja"
und Bürger von Darmstadt!

Heute feiern wir 20 Jahre Freundschaft zwischen unseren Städten. 20 Jahre vielseitige und erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen von Projekten mit Austausch, Ausflügen, Besichtigungen und vielen anderen Aktivitäten zur Stärkung unserer Beziehungen. Dies ist ein bedeutender Meilenstein, und jetzt können wir zurückblicken auf Erfolge und neue Ziele für die Zukunft.


Im Laufe der Jahre haben idealistische und großzügige Menschen in Darmstadt an der Entwicklung teilgenommen und prägen das Bild von Liepaja. Unsere Gesellschaft - Schulen, soziale Einrichtungen und andere Organisationen – haben eine unschätzbare Unterstützung durch die Stiftung "Darmstädter Initiative für Liepaja" erhalten, die ein integraler Bestandteil unserer Gemeinschaft ist. Dank des Engagements und der Begeisterung seiner Mitglieder sind viele Träume und Pläne der Bürger in Liepaja erfüllt worden. Zusätzlichen Dank senden wir an die Vertreter der lokalen Regierung Darmstadts, ohne die, die vielen Ideen nicht möglich gewesen wären, durchzuführen.

Vor 20 Jahren unterzeichneten unsere Bürgermeister die Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt und Liepaja, um mit der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu beginnen. Und in der Tat, wenn wir auf diese Jahre zurückblicken, können wir zahlreich erfolgreich umgesetzte Projekte nicht nur im Kultur- und Bildungsbereich sehen, sondern auch im Sport. Wir erhielten soziale Unterstützung und tauschten Erfahrungen aus. Die glücklichen Gesichter der Kinder aus unseren Schulen und sozialen Einrichtungen sind weithin ein sichtbarer Beweis unserer erfolgreichen Zusammenarbeit. Wir sind dankbar für Ihren Beitrag für unsere Stadt und glauben, dass es in den nächsten 20 Jahren so positiv in der Entwicklung zwischen Liepaja und Darmstadt weitergeht. Wir hoffen auch, dass einige der jüngsten Aktivitäten wie zum Beispiel Darmstadts Europäischer Tag der Freiwilligentätigkeit sich wiederholt und zur Tradition wird.

Wir wünschen uns weiterhin eine fruchtbare Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre und freuen uns auf die weiteren Kontakte zwischen unseren beiden Städten.

Mit freundlichen Grüßen
Uldis Sesks
Bürgermeister

Silva Golde
stellvertr. Bürgermeisterin

Gunãrs Ansiņš
stellvertr. Bürgermeister

Liepaja, 24. April 2013

Pressemitteilung


Unser Vorstand stellt sich vor:

Der geschäftsführende Vorstand im Bild v. l.:

  • Vorsitzende Dagmar Metzger

  • Schatzmeisterin Daniela Wagner

  • Schriftführerin Imanta Molter

  • Geschäftsführer Klaus Wieland


Der erweiterte Vorstand:

  • Waltraut von Tiesenhausen

  • Dr. Hans-Joachim Landzettel

  • Walter Schmidt

  • Horst A. Härter

  • Ulrike Poth

  • Gerd Grünewaldt



Darmstädter Initiative: "Liepaja mit Herz und Verstand"
Denkwürdige Gruppenreise im August 2012

"Willkommen im Team", Direktor Gints Rocans von der 15. Mittelschule in Liepaja überreichte mit diesen Worten der Vorsitzenden der "Darmstädter Initiative für Liepaja" Dagmar Metzger das Trikot seiner Schule. Die Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal präsentierten den Darmstädtern ein buntes Kaleidoskop der Leistungsfähigkeit dieser vorbildlichen Schule. Dabei standen die von der Initiative geförderten Projekte im Vordergrund: Musik mit den Orffschen Instrumenten,  der Gymnastikraum und die schöne Lehrküche. "Wir haben in unserer Schwesterstadt Liepaja sehr viel Herzlichkeit empfangen," Dagmar Metzger und die mitgereisten Darmstädterinnen und Darmstädter wie Oberbürgermeister Jochen Partsch, die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner und der ehemalige Stadtrat Dr. Dierk Molter pflichteten ihr bei.

Zum Mitmusizieren wurden die Liepaja-Besucherinnen und Besucher in der 15. Mittelschule animiert. Von links:
Annegret Wieland, Ursula Molter, Daniela Wagner MdB, Oberbürgermeister Jochen Partsch, Mathias Metzger und die Vorsitzende der "Darmstädter Initiative für Liepaja", Dagmar Metzger.

Mindestens 20.000 Euro fehlen für den Schulbus
Unter die Haut ging der Besuch beim Waisenhaus mit über 100 behinderten Kindern und Jugendlichen. Der Gruppe wurde ein Programm geboten, das den behinderten jungen Menschen Selbstbewusstsein gab. Die Leiterin des Waisenhauses Dr. Vita Kadike war 2011 beim 1. Europäischen Freiwilligentag mit ihrer Assistentin in Darmstadt und nahm sich damals ein Herz und bat um Hilfe. Man benötigte Ersatz für den schrottreifen Schulbus. Jetzt muss man über 13.000 Euro im Jahr Miete für einen Leihbus bezahlen. Geld, das durch die Budgetierung für Kleidung und vor allem für das Essen fehlt. Die Initiative hat spontan 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darmstädter private Sponsoren, u.a. die HSE-Stiftung, Sparkasse, Children for a better world und eine Deutsch-Baltische Stiftung haben gespendet. "Wir werden darüber im Einzelnen berichten, wenn das Projekt abgeschlossen ist,"_  so Dagmar Metzger. Inzwischen hat man 34.000 Euro zusammen und es fehlen noch mindestens 20.000 Euro, wenn man dem Beispiel eines gebrauchten Heckniederflurbusses , der im Internet angeboten wird, folgt.


Schwer behinderte Kinder des Waisenhauses machten für uns eine Vorführung

Herzlicher Empfang der Stadt Liepaja
Bürgermeister Uldis Sesks empfing die Gruppe im Rathaus und wurde mit Beifall begrüßt. Hier zeigte sich die über viele Jahre andauernde Freundschaft, die auch Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch unterstrich. Von der Initiative bekam Liepajas Bürgermeister und seine Stellvertreterin Silva Golde  einen Bildband mit der Chronik seit Gründung der Partnerschaft im Jahr 1993 und Gründung der Initiative 1996 überreicht. Eingangs spielten die Unterzeichner des Vertrages, die damaligen Stadtoberhäupter Günther Metzger und Imants Vismins eine Rolle. Viele Begegnungen sind in dem Buch dokumentiert. Die Initiative hat nicht nur Schulen und sozialen Einrichtungen geholfen, sie hat auch die Menschen in Darmstadt und Liepaja zusammengeführt, wie nicht zuletzt diese 25-köpfige Gruppenreise beweist. So wundert es nicht, dass der Verein vermittelnd bei einem Austausch Jugendlicher und Kinder aktiv ist. Dagmar Metzger: "Der Abschlussabend offenbarte  unsere auf ein einiges Europa basierende Freundschaft."_ Ein Mitglied der Initiative war aus Österreich angereist und Gäste aus Litauen, die man durch die Abstecher auf die Kurische Nehrung kennt, waren anwesend. Besonders freute man sich über die beiden Chorleiterinnen Ilze Valce und Mirdza Paipare, die 2005 und 2009 ein Benefizkonzert zugunsten der Vereinskasse organisiert hatten. Auch hier bahnen sich neue und erneuerte Begegnungen in Darmstadt an.

Im Stadtbild waren bis vor zwei Jahren Fahrräder Mangelware. Das hat sich grundlegend geändert. Begeistert waren die Darmstädterinnen und Darmstädter von den von Kunststudenten kreierten Fahrradständern. Vielleicht werden sie bald in Darmstadt zu sehen sein? Jedenfalls inspirierte es Jochen Partsch und andere zu einer Radtour mit einem Liepajaner Stadtplaner. Im südlichen Wohngebiet konnte man die Baustelle der Verlängerung der Straßenbahn besichtigen, an der Planung hat auch die Fachhochschule Darmstadt mitgewirkt. 15 Kilometer ging es durch neue und alte Stadtgebiete. Inzwischen trägt die seit 2004 bestehende EU-Mitgliedschaft Früchte. Viele Schulen wurden renoviert. "Zum Glück gibts hier nicht die bei uns üblichen Schmierereien," meinte ein Teilnehmer.


Die Vorsitzende der "Darmstädter Initiative für Liepaja" Dagmar Metzger (rechts) im Gespräch mit Bürgermeister Uldis Sesks und seiner Referentin Natalja Vecvagare.

 
 
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